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Winkelzüge eines Advokaten

Bill Gates ist kein armer Mann. Seine private Stiftung unterstützt bereits mit Milliardenbeträgen karitative Einrichtungen.

Bill Gates ist kein armer Mann. Seine private Stiftung unterstützt bereits mit Milliardenbeträgen karitative Einrichtungen. Jetzt soll der Gründer und immer noch größte Einzelaktionär von Microsoft eine weitere Milliarde Dollar locker machen - um in den nächsten fünf Jahren damit die 14 000 ärmsten Schulen in den USA mit Software und Computern auszustatten. Damit könnte sich das größte Softwarehaus der Welt außergerichtlich mit den zahlreichen anhängigen Kartellklagen von Privatklägern befreien.

Nicht von Bill Gates selbst kam dieser Vorschlag. Vielmehr hatte der Anwalt eines Klägers die Idee - allerdings nicht ganz uneigennützig. Denn der Rechtsvertreter hatte mal ausgerechnet, dass jeder der beteiligten Privatleute bei einem Sieg vor Gericht oder bei einem gerichtlich angeordneten Vergleich gerade mal zehn Dollar erhielte. Da somit die klagenden Privatleute ein schlechtes Geschäft machen würden, weil allein schon die Anwaltskosten um ein Zigfaches höher wären, folgt der nur zu verständliche Vorschlag des Advokaten, dass Microsoft die Anwaltskosten gleich mitbezahlen soll. Für Microsoft wäre das bei 36 Milliarden Dollar liquider Mittel kein nennenswertes Problem. Eher schon für Microsofts Konkurrenz - allen voran Apple. Apple Computer ist nämlich der führende Ausstatter für Schulcomputer in den USA.

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