Winokurow in guter Frühform
Zabel spürt Teamkonkurrenz im Nacken

Beim Klassiker Mailand-San Remo hat das Team T-Mobile in diesem Jahr mit Sprint-Ass Erik Zabel aus Unna und seinem Teamkollegen Alexander Winokurow gleich zwei heiße Eisen im Feuer.

HB MAILAND. Zabel freut sich bereits auf sein Lieblingsrennen über 294 km. Doch in diesem Jahr stehen die Vorzeichen etwas anders: War Zabel vor einem Jahr noch derjenige, der von seinen Team-Kollegen in prekären Situation Unterstützung erfuhr, konzentrieren sich die Hilfsaktioen in dieser Saison auch auf seinen T-Mobile-Kameraden Alexander Winokurow.

Somit hat Zabel bei seinem 12. Start beim Frühjahrsklassiker einen großen Konkurrenten im eigenen Team. Aber Alexander Winokurow ist dem Weltranglisten-Spitzenreiter am Samstag wahrscheinlich der liebste der rund 200 Gegner, weil immerhin gewisse Absprachen möglich sind. Der 33-jährige Zabel, mit vier Siegen Platzhirsch an der italienischen Riviera, geht mit dieser besonderen Situation vor seinem Lieblingsrennen professionell um.

"Seine drei Etappensiege innerhalb von vier Tagen bei Paris-Nizza geben ihm das Recht, für Mailand - San-Remo auch eine Führungsposition zu beanspruchen. Wenn es die Situation ergibt, und er ist in einer Attacke erfolgreich, wäre ich nicht sauer auf "Wino'", sagte der gebürtige Berliner, dem Teamchef Mario Kummer eine bessere Form als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt bescheinigt.

Die italienische Presse hat andere Favoriten ausgemacht. Für die 95. Auflage sind die Italiener Paolo Bettini und Alessandro Petacchi die "Favoritissimi", je nachdem, wie das 294 km lange Rennen läuft. Auf die zwei wahrscheinlichsten Varianten des Verlaufs - erfolgreiche Einzelattacken an den letzten beiden Steigungen Cipressa und Poggio oder Sprintentscheidung - ist aber auch T-Mobile bestens vorbereitet.

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