Winter-Olympiade findet trotz Terroranschläge statt
Rogge sieht Vorteile für Deutschland bei einer Olympia-Bewerbung 2012

Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), räumt Deutschland bei der Bewerbung um die Olympischen Spiele 2012 große Chancen ein. Welche Stadt es auch immer sein würde, "es wird ganz sicher eine starke Bewerbung. Die fundamentalen Vorteile Deutschlands sind in der ganzen Welt bekannt", sagte der Flame in einem Interview mit der ARD-Sportschau und dem Inforadio des Senders Freies Berlin (SFB).

sid BERLIN. Der IOC-Chef nannte eine Reihe von Referenzen, pries das Organisationstalent der Deutschen, verwies auf die Kompetenz der deutschen Sportfunktionäre und meinte: "Alle Vorteile sind auf Ihrer Seite." Trotzdem würde es einen harten Konkurrenzkampf geben, "denn wir erwarten sehr starke Bewerbungen von anderen Ländern". Das Nationale Olympische Komitee für Deutschland will sich am 3. November in Hamburg grundsätzlich für eine deutsche Kandidatur für 2012 aussprechen.

Rogge machte noch einmal deutlich, dass trotz der Terrorattacken in New York und Washington und der angespannten politischen Lage momentan keine Gefahr für die Austragung der Olympischen Spiele in Salt Lake City im nächsten Jahr bestünde. "Die Organisatoren und die amerikanischen Behörden haben uns fest versichert, dass für die Sicherheit gesorgt ist, und deshalb sehen wir keinen Grund, die Spiele zu verschieben oder gar abzusagen - die Spiele werden stattfinden", sagte der Mediziner.

Schwerpunkt von Rogge liegt im Kampf gegen Doping

Athleten, die aus Ländern kommen, die den Terrorismus unterstützen, wolle man nicht generell auschließen. Rogge: "Athleten sollten nicht die Opfer der Politik ihrer Regierungen sein. Wir werden die Sportler der Welt solange empfangen, wie der Sport in ihren Ländern im Einklang mit unseren Werten betrieben wird."

Im Vorfeld der Spiele von Salt Lake City liegt ein Schwerpunkt von Rogges Arbeit weiter auf dem Kampf gegen das Doping. "Eine der ersten Maßnahmen, die ich seit meiner Wahl getroffen habe, ist dafür zu sorgen, dass alle Sportler, die nach Salt Lake City gehen, vor den Wettkämpfen auf EPO getestet werden. Das ist schon ein Schritt voran." Man werde zudem auch die Welt-Antidoping-Agentur Wada zu 100 % unterstützen. Der `Doping-Level heutzutage" sei einfach `unakzeptabel und muss runter".

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