"Wir beobachten und warten ab"
NATO will Wahlausgang in Jugoslawien nicht kommentieren

dpa BRÜSSEL. Die NATO übt nach den Wahlen in Jugoslawien größte Zurückhaltung. "Wir beobachten und wir warten ab", sagte ein Sprecher des Militärbündnisses am Donnerstag in Brüssel. Bei der Abstimmung habe "das serbische Volk laut und deutlich gesprochen", es sei nicht die Aufgabe der NATO, den Wahlverlauf und-ausgang zu kommentieren.

Er äußerte sich jedoch zufrieden darüber, dass es nicht zu größeren Ausschreitungen gekommen und in der gesamten Region ruhig geblieben sei. Die NATO sei aber auf alle Eventualitäten vorbereitet gewesen, dies sei auch nach den Wahlen der Fall.

Der NATO-Sprecher betonte außerdem, dass die Allianz keinen Einfluss auf den Kandidaten der Demokratischen Opposition Serbiens und Wahlgewinner Vojislav Kostunica habe und dies auch nicht wolle. "Wie haben keinerlei Kontakte zur Opposition oder zu ihm, und er ist kein Fan der NATO", sagte der Sprecher weiter. Solche Kontakte gehörten nicht zu den Aufgaben des Militärbündnisses.

NATO-Generalsekretär George Robertson hatte am Dienstag in Georgien Berichte über eine erhöhte Truppenkonzentration an den Grenzen Jugoslawiens dementiert, seine Kaukasus-Reise aber wegen der Situation in Jugoslawien verkürzt. Der britische Außenminister Robin Cook hatte in einem Fernsehinterview auf die "ansehnliche" Militärpräsenz des Westens in der Region verwiesen. Britische Kriegsschiffe hielten vor der Küste von Montenegro Manöver ab, die aber nichts mit den Wahlen in Jugoslawien zu tun hätten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%