"Wir beschäftigen keine Bananenbieger"
Leica-Gewinn an der Null-Linie

Mit Hilfe neuer Kameras will Leica in diesem Geschäftsjahr wieder schwarze Zahlen schreiben. Der Gewinn werde sich aber nahe der Null-Linie bewegen, kündigte der Vorstandsvorsitzende Hanns-Peter Cohn an.

HB/dpa FRANKFURT. Der Umsatz ging um elf Prozent auf 139,8 Millionen Euro zurück. Im laufenden Geschäftsjahr soll er wieder einstellig wachsen. Die Bankverbindlichkeiten konnte Leica um 5,3 Millionen auf 28,6 Millionen Euro senken.

"Die Märkte sind derzeit nur mit Neuheiten zu stimulieren", sagte Cohn. Im ersten Quartal setzte das Unternehmen mit 31,6 Millionen Euro 7,6 Prozent weniger um als im Vorjahr.

Das Geschäftsjahr 2001/02 (Ende März) schloss Leica mit einem Minus von 1,5 Millionen Euro ab. Im Vorjahr machte der Konzern noch einen Gewinn von 604 000 Euro. Erstmals seit Beginn des Sanierungsprogramms vor drei Jahren verzeichnete der Konzern damit einen Erlösrückgang. Vor allem in den USA und Deutschland, den wichtigsten Absatzmärkten, verfehlte das Unternehmen seine Planzahlen.

Nach einjähriger Angebotslücke brachte Leica im Mai wieder eine Digitalkamera auf den Markt. Seither wurden 20 000 dieser Kameras von Kunden gekauft oder bestellt. Das Fehlen eines digitalen Apparates hatte sich zuvor deutlich im Ergebnis bemerkbar gemacht.

Volle Auftragsbücher meldet Leica auch für die Messsucher-Kamera M7. "Der aktuelle Auftragsbestand lastet unsere Produktion für die nächsten fünf Monate aus", berichtete Cohn.

Die Personaldecke soll nicht weiter ausgedünnt werden. "Sonst würden uns die Leute fehlen, wenn der Aufschwung kommt", sagte Cohn. "Schließlich beschäftigen wir qualifizierte Mitarbeiter und keine Bananenbieger." Im vergangenen Jahr hatte Leica die Belegschaft um 57 auf 1399 Beschäftigte reduziert.

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