"Wir dürfen keine Ängste schüren"
Wirtschaft kritisiert Zuwanderungskurs der Union

Die Spitzen der deutschen Wirtschaft warnen die Union eindringlich davor, mit dem Thema Zuwanderung den Bundestagswahlkampf 2002 zu bestreiten.

BERLIN/MAINZ. Nach Worten von Industriepräsident Michael Rogowski wäre es "furchtbar, wenn das in den Wahlkampf hineingezogen werden würde". Ein Zuwanderungsgesetz wäre in diesem Fall "für längere Zeit nicht mehr realisierbar", sagte der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) dem Magazin "Report" des Südwestrundfunks in Mainz. Zeitungsberichten zufolge plant Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) mit einer Unterschriftenaktion gegen das rot-grüne Zuwanderungsgesetz in den kommenden Bundestagswahlkampf zu ziehen.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt warnte in "Report": "Wir dürfen vorhandene Ängste nicht noch schüren. Wir müssen klar machen, dass Zuwanderung aus wirtschaftlichen Gründen notwendig ist." Derzeit könnten mehr als eine Million Arbeitslätze aufgrund fehlender Fachkräfte nicht besetzt werden. Der frühere Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages, Hanns-Peter Stihl, warf der CDU/CSU vor, eine sachfremde Politik zu verfolgen.

26.11.2001

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