"Wir müssen Hausaufgaben machen"
BDI: Wachstum für Abbau der Arbeitslosigkeit zu schwach

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fürchtet negative Auswirkungen durch den Nahost-Konflikt und den in Deutschland zur Zeit stattfindenden Tarifrunden auf die hiesige Konkunktur. Das sagte Präsident Rogowski am Montag auf der Hannover-Messe.

dpa HANNOVER. "Der längerfristige Wachstumspfad ist zu flach und die Beschäftigungsschwelle zu hoch, um die Arbeitslosigkeit abzubauen", sagte Rogowski am Montag auf der Hannover Messe. Die positiveren Erwartungen basierten zudem vor allem auf Hoffnungen, betonte er.

"Insgesamt stehen die Konjunkturampeln auf grün, wenngleich die Risiken eines erneuten Rückschlags noch nicht völlig gebannt sind", sagte Rogowski und verwies unter anderem auf den Nahost-Konflikt. "Auch die Auswirkungen der Tarifrunde dürften nicht gerade wachstumsfördernd wirken." Er gehe davon aus, dass es einen "belastenden Faktor" dabei geben werde.

Das Hoffen auf den wirtschaftlichen Aufschwung in den USA dürfe im übrigen nicht alles sein. "Wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Wir Unternehmer erwarten klare Aussagen, wie Deutschlands Stellung im internationalen Standortwettbewerb verbessert werden soll." Die tiefsitzende Wachstumslethargie sei das Ergebnis schwerwiegender Versäumnisse und auch handwerklicher Fehler in der Wirtschaftspolitik.

Rogowski verlangte unter anderem, die staatliche Investitionsquote wieder deutlich anzuheben und im konsumtiven Bereich Einschnitte vorzunehmen. Nötig sei auch eine Vereinfachung des Steuerrechts und eine weitere Absenkung der Steuersätze auf 35 % als "Zielmarke" und 40 % im ersten Schritt in der kommenden Legislaturperiode.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%