"Wir müssen verhindern, dass Leute mit Waffen an Bord kommen"
Piloten fordern stärkere Sicherheitsmaßnahmen

Sobald die Maschinen in der Luft seien, sei es für Abwehrmaßnahmen eigentlich schon zu spät. "Wir müssen verhindern, dass Leute mit Waffen an Bord kommen", sagte Cockpit-Sprecher Georg Fongern am Mittwoch in Frankfurt am Main.

afp FRANKFURT/MAIN. Fongern räumte ein, dass das Problem "wildentschlossener Selbstmordattentäter" bisher noch nicht ausreichend diskutiert worden sei.

Bisher seien alle Vorsichtsmaßnahmen zu Flugzeugentführungen nur darauf ausgerichtet gewesen, dass die Entführer politische Ziele durchsetzen und mit den Maschinen wieder landen wollen. "Wir sind bei Selbstmordattentätern noch ganz am Anfang."

Genaue Pläne zum Schutz vor Übergriffen müssten jetzt alle Verantwortlichen gemeinsam beraten, sagte der Cockpit-Sprecher. Die Politik sei gefordert, etwa über die Geheimdienste Informationen zu sammeln und diese auch an den Luftverkehr weiterzugeben. Fongern warnte allerdings vor übertriebenem Aktionismus, zunächst gehe es um eine Analyse des schon bestehenden Sicherheitssystems. Fongern betonte, er gehe davon aus, das ein Anschlag wie in den USA nach "menschlichem Ermessen" in Deutschland nicht möglich gewesen wäre. Da im deutschen Inlandsflugverkehr ähnlich scharfe Sicherheitsvorkehrungen wie bei internationalen Flügen bestünden, wären seiner Einschätzung nach Täter beim Versuch, mit Waffen an Bord zu gelangen, entdeckt worden.

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