„Wir sind in Schönheit gestorben"
Achter zurück in „schwerer See"

Sie wähnten sich zurück auf Erfolgskurs, nun droht eine erneute Havarie. Die erste Chance, die große Olympia-Bühne zur Aufbesserung des ramponierten Rufes zu nutzen, hat der Deutschland-Achter leichtfertig verspielt.

HB ATHEN. Nach dem dritten Rang im Vorlauf geht die Angst vor einer ähnlichen Pleite wie vor fünf Jahren um, als das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) die Qualifikation für Sydney verpasst hatte. Nur eine deutliche Leistungssteigerung im Hoffnungslauf am Mittwoch kann verhindern, das der einstmals gute Ruf weiter Schaden nimmt.

Aus seiner großen Enttäuschung über den Rückfall in alte Zeiten machte Trainer Dieter Grahn keinen Hehl. Ungeachtet der widrigen Witterungsbedingungen mit Windstärken von bis zu elf Metern pro Sekunde beorderte er seine Recken am Montag zum Training auf den See von Schinias. Ein ähnlich indiskutabler Auftritt wie im Vorlauf soll sich unter keinen Umständen wiederholen. "Wir sind in Schönheit gestorben und sollten uns daran erinnern, dass man ohne Aggressivität nichts gewinnen kann", sagte Grahn.

Fehlende Einsicht seiner Athleten muss er nicht fürchten. Reumütig ließen sie die Niederlage gegen Australien und die Niederlande Revue passieren. "Wir haben zwar unseren Rhythmus gefunden, sind aber nicht effektiv gerudert", bekannte Team-Mitglied Ulf Siemes (Oberhausen). Alle haben sich geschworen, beim nächsten Rennen von Beginn an in Grenzbereiche vorzustoßen.

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