"Wir sind raus aus dem Tunnel"
Consumer Electronic verhalten optimistisch

Die CE Consumer Electronic AG will im laufenden Geschäftsjahr Umsatz und Ergebnis steigern, nachdem der Chip-Broker angesichts der schlechten Lage der Halbleiterindustrie einen Gewinneinbruch hinnehmen musste.

vwd MÜNCHEN. "Das EBIT wird 2002 über dem des Vorjahres liegen" sagte Vorstandsvorsitzender Erich J. Lejeune am Mittwoch. Das Jahr 2002 werde besser als 2001 werden. Derzeit gebe es Anzeichen, dass die vormals hohen Lagerbestände in den USA abgebaut seien. Daher werde auch ce Consumer Electronic von dem erwarteten Anziehen der Märkte profitieren.

Im Geschäftsjahr 2001 war das EBIT von 12,7 auf 0,1 Millionen Euro eingebrochen. Zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres äußerte sich Lejeune verhalten optimistisch. "Wir liegen oberhalb der eigenen Planungen", sagte er. Die bereits im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung würden sich nunmehr positiv auswirken.

"Wir sind raus aus dem Tunnel", so Lejeune. Es kämen mehr Aufträge herein. Allerdings sei das erste Jahresviertel immer noch von den schweren Rahmenbedingungen gekennzeichnet.

Im zweiten Quartal sei vor allem ein Anziehen der Nachfrage in den USA zu erwarten, wo CE nach der Übernahme der SND Electronics inzwischen über 80 Prozent der Umsätze generiere, sagte der stellvertretende Vorstandschef Peter Bohn, der im kommenden Jahr an die Spitze des Unternehmens rückt.

Ab dem dritten Quartal sei dann mit einer deutlichen Belebung des Chip-Marktes zu rechnen, fügte er hinzu. "Wir sehen, dass Lagerbestände in den USA abgebaut sind", sagte Lejeune. "Wir können bereits Lieferzeiten von 14 bis 15 Wochen erkennen."

Lejeune zeigte sich davon überzeugt, dass die im Nemax50 gelistete CE bereits in diesem Jahr zum weltgrößten Chip-Broker aufsteigen werde. Im vergangenen Jahr habe CE mit einem Umsatz von 426,8 Millionen Euro lediglich rund 18 Millionen Dollar weniger umgesetzt als der Konkurrent Smith & Associates, sagte er.

Dieses Ziel solle aus eigener Kraft erreicht werden. "Wir haben derzeit keine Lust, irgendwelche Firmen zu kaufen", sagte Lejeune. Er geht davon aus, dass die Expansion in Europa sehr gut mit eigenen Niederlassungen zu machen sei. Neben Osteuropa liege der Fokus dabei auf Skandinavien und auf südeuropäischen Länder wie Italien, Spanien und Portugal. Außerdem wolle das über 400 Mitarbeiter zählende Chip-Handelshaus Niederlassungen in China eröffnen und damit seine Präsenz in Asien erweitern.

Die früheren Fusionspläne mit der ACG AG sind endgültig aufgegeben. "Wir gehen unseren eigenen Weg", sagte Lejeune. Zuletzt hatte der Unternehmensgründer von ce Consumer Electronic eine Fusion zumindest im laufenden Jahr ausgeschlossen. ACG hatte bereits in der Vorwoche ein Wiederaufleben der Gespräche abgelehnt.

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