"Wir sterben in Schönheit"
Calmund fordert: Schluss mit Micky-Maus-Fußball

Die Verantwortlichen von Bayer Leverkusen haben nach den zuletzt dürftigen Vorstellungen der Fußball-Profis das Ende des Schmusekurses angekündigt.

HB/dpa LEVERKUSEN. "Hacke, Spitze, einzweidrei - das geht nicht mehr ausschließlich. So kann man bei Micky Maus in Disneyland auftreten. Schluss!", forderte Bayer-Manager Reiner Calmund vier Tage nach der bitteren 0:2-Schlappe beim VfL Wolfsburg in einem Zeitungsinterview.

Es sei durch nichts zu entschuldigen, dass die Mannschaft "keine Entschlossenheit, keine Willenskraft, keine taktische Disziplin und Grundordnung" zeige, monierte Calmund. "Wir sterben in Schönheit." Die von Trainer Klaus Toppmöller angekündigte harte Welle ("Ich werde jetzt härter durchgreifen. Wer nicht mitzieht, fliegt"), trägt Calmund mit. "Volle Rückendeckung. Gut, dass er die Reißleine zieht."

Nach den 90 Minuten in Wolfsburg sei er "persönlich beleidigt" gewesen, ergänzte Toppmöller. "Das war, als ob dir jemand einen Knüppel über den Schädel haut." Nachdem der deutsche Vizemeister in der Bundesliga nur noch einen Punkt vom Abstiegsplatz entfernt ist, droht Toppmöller seinen Stars mit personellen Konsequenzen. "Die Verletzten kommen bis auf Nowotny alle zurück, und ich kann endlich reagieren", sagte der Coach, der seinen Spielern vor dem nächsten Heimspiel am 19. Oktober gegen seinen Ex-Club 1. FC Kaiserslautern den Ernst der Lage noch einmal vor Augen führen will: "Ich werde eine deutliche Ansprache halten vor dem Lautern-Spiel. Denn da stehen wir mit dem Rücken zur Wand."

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