"Wir wären auch bereit, uns da heute schon zu verpflichten.“
Bahn hat erst ab 2004 etwas zu verteilen

Bei den Tarifverhandlungen für die 220 000 Bahn-Bediensteten will Bahn-Chef Hartmut Mehdorn den Gewerkschaften am Mittwoch nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" einen Erfolgsbeteiligung ab 2004 anbieten, um einen Streik abzuwenden. Noch schreibe die Bahn rote Zahlen und habe daher nichts zu verteilen, sagte Mehdorn der Zeitung einem Vorabbericht zufolge.

Reuters BERLIN. "Wenn wir aber wieder Geld verdienen, ab 2004, wird die Belegschaft am Erfolg teilhaben. Wir wären auch bereit, uns da heute schon zu verpflichten." Arbeitgeber und Gewerkschaften treffen sich am Mittwoch zu neuen Verhandlungen in Frankfurt. Die Friedenspflicht läuft am Freitag aus, Streiks sind damit ab Samstag möglich.

Er könne keinem das Streiken verbieten, sagte Mehdorn dazu. "Ich würde aber nicht verstehen, wenn jemand die Bahn in einer Phase schwächen will, wo es um existenzielle Zukunftsfragen geht, die auch unsere Mitarbeiter betreffen". Die kleinere der beiden Bahn-Gewerkschaften, die Verkehrsgewerkschaft GDBA, hatte bereits Mitte Februar mit einem Arbeitskampf gedroht.

GDBA und die Gewerkschaft Transnet fordern eine Erhöhung der Realeinkommen um 5 Prozent und die Angleichung der Ost-Löhne. Nach Gewerkschaftsangaben hat die Bahn bisher einen Inflationsausgleich und eine Laufzeit von 36 Monaten angeboten, was die GDBA als Minusrunde und inakzeptabel zurückwies.

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