"Wir wollen einen starken Euro"
Eichel: Der Euro-Dollar-Kurs ist nicht gerechtfertigt

Der deutsche Finanzminister Hans Eichel hält den gegenwärtigen Wechselkurs des Euro zum Dollar für nicht mehr gerechtfertigt.

Reuters ZÜRICH. An einer Veranstaltung der Deutsch-Schweizerischen Handelskammer am Montagabend in Zürich erklärte Eichel, "jetzt da die Wirtschaft in den USA langsamer wächst als in der Euro-Zone, wird sich auch an den Märkten herumsprechen, dass die Grundlagen für die jetzige Bewertung des Euro im Verhältnis zum Dollar ökonomisch nicht mehr zu rechfertigen ist". Die neuesten Daten zur Wirtschaftsentwicklung in der Euro-Zone und in den USA sollen zu einer Normalisierung des Wechselkursverhältnisses beitragen, sagte er.

Die am vergangenen Freitag veröffentlichten US-BIP-Zahlen für das dritte Quartal hatten eine Verlangsamung der US-Konjunktur angezeigt. Das BIP stieg im Vergleich zum Vorquartal um 2,7 %. Ökonomen hatten mit einem Wachstum von 3,4 % gerechnet. In der Euro-Zone rechnen Wirtschaftsexperten hingegen mit einem stärkeren Wachstum als in den USA. Experten erwarten ein BIP-Wachstum für das dritte Quartal von deutlich über drei Prozent.

Weiter erklärte Eichel, "wir wollen einen starken Euro, weil dies einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Binnennachfrage liefert".

Der Euro veränderte sich nach den Äusserungen von Eichel nur geringfügig und notierte am späten Montagabend mit 0,8432/39 $.

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