"Wir wollen kein neues Vietnam"
Prinz warnt USA vor Militäreinsatz in Irak

Angesichts immer schärferer Drohungen der US-Regierung gegen Irak hat der saudi-arabische Milliardär Prinz El Walid bin Talal bin Abdul Asis Washington vor einem militärischen Debakel gewarnt.

vwd DUBAI. "Wir wollen kein neues Vietnam", sagte der Neffe des saudiarabischen Königs Fahd am Dienstag dem US-Nachrichtensender CNN. Als "einer der größten Investoren in den USA" sage er dies als "sehr enger Freund und Verbündeter". Er forderte Washington auf, Irak mehr Zeit zu geben, sich an die Uno-Resolutionen zu halten sowie von einem Angriff abzusehen.

Dies sei die Position "fast aller arabischer Staaten und fast der gesamten Welt". Es seien noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft worden, den irakischen Staatschef Saddam Hussein von der Umsetzung der Uno-Resolutionen zu überzeugen.

US-Vizepräsident Dick Cheney hatte eine Intervention in Irak am Montag als "unumgänglich" bezeichnet. Die US-Regierung bezichtigt Irak der Herstellung von Massenvernichtungswaffen. Die irakische Führung weigert sich bislang, Uno-Waffeninspektoren ins Land zu lassen. US-Präsident George W. Bush wollte am Dienstag den saudiarabischen Botschafter in den USA, Prinz Bandar bin Sultan, auf seiner Ranch in Texas empfangen. Das Verhältnis zwischen den USA und Saudi-Arabien hat sich zuletzt zusehends verschlechtert, nachdem eine Beratungsfirma der US-Regierung Saudi-Arabien als "Feind" einstufte.

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