„Wir wollen Kooperation statt Konflikt"
Exporteure erwarten nach US-Wahl liberaleren Handel

Vertreter exportorientierter deutscher Branchen erwarten vom wiedergewählten amerikanischen Präsidenten George W. Bush eine offenere Handelspolitik. "Wir wollen Kooperation statt Konflikt. Die außenwirtschaftlichen Scharmützel der letzten Jahre zwischen den USA und der EU dürfen sich nicht wiederholen", sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Dieter Brucklacher, am Donnerstag in Frankfurt.

HB DÜSSELDORF. Er forderte von Bush ein klares Bekenntnis zu den Grundsätzen der Welthandelsorganisation WTO. In seiner ersten Amtszeit habe Bush wiederholt gezeigt, dass er zum Schutz der eigenen Wirtschaft zu wettbewerbswidrigen Eingriffen bereit sei. Als Beispiele nannte Brucklacher Hilfen für die amerikanische Landwirtschaft und die inzwischen wieder abgeschafften Importzölle auf Stahl.

Auch die deutsche Stahlindustrie setzt auf eine offenere Handelspolitik. "Von Bush erwartet die Stahlindustrie in Deutschland, dass er einen liberaleren Weg als bisher einschlägt", sagte Stahlverbandspräsident Dieter Ameling in Düsseldorf. "Bush ist offenbar nun nicht mehr wie bei seiner ersten Wahl durch Wahlkampfversprechen an die amerikanische Stahlindustrie gebunden", sagte Ameling.

Bush war am Mittwoch als Sieger aus der Präsidentenwahl in den USA hervorgegangen. Sein Herausforderer John Kerry hatte zuvor seine Wahlniederlage eingeräumt.

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