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Wirbel um TUI - Reisekonzern schließt Übernahmeversuch nicht aus

(dpa-AFX) Hannover/Frankfurt - Wirbel um TUI < TUI.ETR > : Europas größter Reisekonzern hat am Donnerstag einen Übernahmeversuch nicht ausgeschlossen. TUI habe keine Hinweise darauf, warum die Investmentbank Morgan Stanley ihre Beteiligung am Konzern auf 10,1 Prozent verdoppelt habe, sagte Unternehmens-Sprecher Uwe Kattwinkel am Donnerstag in Hannover. Es gebe verschiedene Varianten. "Ein Übernahmeversuch kann leider nicht ausgeschlossen werden."

(dpa-AFX) Hannover/Frankfurt - Wirbel um TUI < TUI.ETR > : Europas größter Reisekonzern hat am Donnerstag einen Übernahmeversuch nicht ausgeschlossen. TUI habe keine Hinweise darauf, warum die Investmentbank Morgan Stanley ihre Beteiligung am Konzern auf 10,1 Prozent verdoppelt habe, sagte Unternehmens-Sprecher Uwe Kattwinkel am Donnerstag in Hannover. Es gebe verschiedene Varianten. "Ein Übernahmeversuch kann leider nicht ausgeschlossen werden."

An der Börse war die TUI-Aktie am Donnerstag bis zum frühen Nachmittag mit einem Plus von 5,33 Prozent auf 13,63 Euro Spitzenreiter im Aktienindex DAX < DAX.ETR > .

Westlb Will TUI-Paket Verkaufen

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Morgan Stanley < MWD.NYS > < DWD.ETR > die Beteiligung an der TUI erhöht hat. Laut TUI und der Westlb stammen die Anteile aber nicht von der Landesbank. Die Westlb will ihr TUI - Paket über rund 31 Prozent verkaufen. Zuletzt hieß es aber, die Bank wolle die Anteile ohne Zeitdruck und mit Gewinn abgeben.

Unklar war auch am Donnerstag, ob Morgan Stanley bei der Aufstockung der TUI-Anteile im Auftrag gehandelt hat. Morgan Stanley wollte sich zu der Beteiligungsaufstockung nicht äußern.

'Heisse Luft'

Am Markt genannte mögliche Auftraggeber dementierten am Donnerstag Spekulationen, sie hätten Interesse an einer Übernahme des Reisekonzerns. Der Sprecher des Oetker-Konzerns, Rolf Mühlmann, sprach von "heißer Luft". "Die Oetker-Gruppe ist ausreichend diversifiziert und will keine neuen Geschäftsfelder eröffnen", sagte Mühlmann am Donnerstag in Bielefeld. TUI sei im Reisegeschäft tätig, und Oetker habe keine Ambitionen in diese Richtung. Konzernchef August Oetker hatte im März Interesse an der TUI-Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd signalisiert. TUI will Hapag-Lloyd im Herbst an die Börse bringen.

Spekuliert wird derzeit in Finanzkreisen zudem über den ehemaligen Eigner des Kaffeerösters Tchibo, Günter Herz, als möglichen TUI - Käufer. Herz ließ am Donnerstag ausrichten, er wolle sich zu Spekulationen nicht äußert. Bereits im September 2003 hatte es Gerüchte über einen Einstieg von Herz bei der TUI gegeben, die aber dementiert worden waren.

Anteil VON Morgan Stanley Gilt Weiterhin ALS Streubesitz

Die Aufstockung der Morgan Stanley-Beteiligung erhöht für die TUI allerdings nicht die Gefahr, aus dem DAX zu fallen. Der Morgan Stanley-Anteil von 10,1 Prozent werde weiterhin dem Streubesitz zugerechnet, sagte ein Sprecher der Deutschen Börse am Donnerstag auf Anfrage. Die Investmentbank habe die Beteiligung an TUI als Handelsbestand eingestuft. Damit sinkt der für die Entscheidung über die weitere DAX-Zugehörigkeit relevante Streubesitz nicht.

TUI könnte nach dem Kurssturz der Aktie in den vergangenen Monaten im September der Abstieg aus dem DAX drohen. Wäre die Beteiligung von Morgan Stanley als Festbesitz eingestuft worden, würde sich der Börsenwert der TUI weiter verringen, weil die Deutsche Börse nur die im Streubesitz befindlichen Aktien mitzählt.

Unterdessen berichtete die "Financial Times Deutschland", Morgan Stanley wolle mit seinem Engagement dem gesteigerten Interesse von so genannten Hedge-Fonds - Risikofonds - an der TUI-Aktie entgegenkommen. Bei dem Großteil des Pakets handle es sich um geliehene Aktien, die die Bank an Investoren weiterverleihe, die auf ein Absinken des TUI - Aktienkurses setzten.

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