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Wird Sadr jetzt friedlich?

Der radikale schiitische Prediger Muktada el Sadr soll seine Anhänger aufgerufen haben, die Kämpfe in allen Städten des Iraks einzustellen. Außerdem will sich seine Bewegung nun offenbar doch am politischen Prozess beteiligen.

dpa KAIRO. Der radikale schiitische Prediger Muktada el Sadr soll seine Anhänger aufgerufen haben, die Kämpfe in allen Städten des Iraks einzustellen. Außerdem will sich seine Bewegung nun offenbar doch am politischen Prozess beteiligen.

Scheich Ali el Schmeisim, ein Sprecher Sadrs in Nadschaf, sagte dem arabischen Nachrichtensender El Dschasira: "Sie sollen ihre Waffen ab sofort nur noch zur Selbstverteidigung einsetzen und so lange warten, bis wir ein politisches Programm bekannt geben." Eine Stellungnahme von Sadr selbst lag jedoch zunächst nicht vor.

Schmeisim fügte hinzu, die Sadr-Bewegung fordere weiterhin den Abzug der ausländischen Soldaten aus den Zentren aller irakischer Städte. Zuvor hatten Vertreter der Übergangsregierung von Ijad Allawi mit Sadr-Vertretern über eine Waffenruhe in der Bagdader Schiiten-Vorstadt Sadr-City verhandelt. In der Nacht zum Montag waren in dem Armenviertel nach Angaben des Gesundheitsministeriums erneut 17 Iraker getötet und 96 weitere verletzt worden.

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