Wirsing will kompletten Neubeginn
Borussia Dortmund setzt Wirtschaftsprüfer ein

Der Aufsichtsrat von Borussia Dortmund hat zur vollständigen Klärung von Bereicherungsvorwürfen gegen Gerd Niebaum eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt.

HB DORTMUND. Das gab der börsennotierte Fußball-Bundesligist bekannt. "Der Aufsichtsrat hat dieses Mandat am Dienstag erteilt. Jetzt können die Umstände beim Transfer von Karlheinz Riedle 1993 lückenlos aufgeklärt werden", sagte BVB-Manager Michael Meier der dpa. Meier wiederholte, dass "Dr. Niebaum mit dieser Sache nichts zu tun hat. Das muss ich noch einmal nachdrücklich sagen. Und von dem Ernst & Young-Gutachten erwarte ich eine Bestätigung".

Das Magazin "Der Spiegel" hatte in seiner Montag-Ausgabe über ein Konto aus dem Riedle-Transfer vor der Bundesliga-Saison 1993 berichtet. In diesem Zusammenhang war GmbH-Geschäftsführer Niebaum mit Andeutungen der persönlichen Bereicherung konfrontiert worden.

Das hatte Meier als "skandalös" bezeichnet. Niebaum hatte am Sonntag seinen Verzicht auf das Präsidentenamt des BVB zum 14. November erklärt, wird aber Geschäftsführer der GmbH & Co. KGaA bleiben. Der externe Wirtschaftsprüfer soll jetzt mit seiner Expertise "die Umstände beim Riedle-Transfer und deren Ordnungsmäßigkeit" feststellen, so Meier. Der BVB-Manager geht fest davon aus, dass es keine Unkorrektheiten oder Bereicherungsvorgänge gegeben hat.

Vorstand soll Weg für Neuwahlen freimachen

Der frühere BVB-Schatzmeister Werner Wirsing will mit dem Rücktritt aller Vorstandsmitglieder und des gesamten Wirtschaftsrats eine umfassende personelle Reorganisation im Verein erwirken. Wirsing empfiehlt in einem Brief an den BVB-Vorstand, dass "zur kommenden Hauptversammlung die restlichen Mitglieder des Vorstandes und Wirtschaftsrates ihre Ämter niederlegen und damit den Weg für Neuwahlen frei machen". Damit will Wirsing "einen echten Neubeginn" forcieren.

Am Dienstag wurde zudem bekannt, dass der mit mehr als 118 Millionen Euro verschuldete Club noch 2004 mit einer Finanzspritze von rund 126 Millionen Euro rechnen kann. Der Londoner Investmentbanker Stephen Lloyd Schechter habe die Grundsatzprüfung abgeschlossen und sei zu einem positiven Ergebnis gelangt, so die "Ruhr Nachrichten" am Dienstag.

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