Wirtschaft könnte schneller drehen
Freundlicher Auftakt an US-Börsen erwartet

Einen Monat nach den Anschlägen auf New York und Washington ist Händlern zufolge mit einer freundlichen Eröffnung der US-Börsen am Donnerstag zu rechnen. Es gebe angesichts einiger anständiger Quartalsergebnisse ein neues Selbstbewusstsein, sagten Börsianer.

Reuters FRANKFURT. Die Märkte werden weiter ruhig auf die US-Angriffe in Afghanistan reagieren. Die bisherigen Erfolge der US-Angriffe und das gerade im Kongress befindliche milliardenschwere Konjunkturprogramm gebe den Investoren neue Hoffnung, sagte James Volk, der bei D.A. Anderson für den institutionellen Handel zuständig ist. "Das ökonomische Stimulanzpaket hat die Anleger überzeugt, dass die Wirtschaft vielleicht schneller drehen wird."

Die Futures der US-Börsen deuteten Händlern zufolge eine freundliche Eröffnung der Marktplätze an. Der Dow-Jones-Future für die Standardwerte stieg um 60 Punkte. Der Future der Technologiebörse Nasdaq legte um 21 Punkte zu.

Händler zeigten sich mit verschiedenen Quartalsergebnissen, wie beispielsweise beim US-Online-Borker E-Trade, zufrieden. Am Vorabend hatte die Direktbank mitgeteilt, unter anderem wegen deutlich gesenkter Kosten das operative Ergebnis im abgelaufenen Quartal um 29 % gesteigert zu haben. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei deutlich übertroffen. Außerdem habe das Unternehmen die Prognose für das vierte Quartal angehoben und die Schätzung für das Jahr 2002 bekräftigt.

Yahoo im Blickpunkt der Anleger

Das Internet-Unternehmen Yahoo könnte ebenfalls im Blickpunkt des Handels stehen. Am Vorabend hatte Yahoo bekannt gegeben, im abgelaufenen Quartal einen Gewinneinbruch erlitten zu haben. Allerdings traf das Ergebnis die Erwartungen der Analysten. Mit weiteren Kostensenkungen könne das Unternehmen aber die bisherigen Gewinnprognosen einhalten, teilte Yahoo mit.

Das weltweit zweitgrößte Biotechnologieunternehmen Genentech steigerte den Gewinn vor Abzügen um 22 % und lag damit am oberen Ende der Erwartungen von Experten. Das Ergebnis resultiere besonders aus Erlösen von auf Antikörpern basierenden Krebsmitteln.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sanken in der Woche zum 6. Oktober auf 468 000 nach 535 000 in der Vorwoche. In der Vorwoche hatte die Statistik den höchsten Stand seit Juli 1992 erreicht.

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