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Wirtschaft soll sich um UN-Aufträge bewerben

Deutsche Unternehmen sind gemessen am Gewicht ihrer Wirtschaft noch unzureichend an den Beschaffungen und Ausrüstungen der Vereinten Nationen und ihrer Organisationen beteiligt.

ddp BONN. Vom 23. bis 27. April 2001 findet erstmals in Deutschland die Jahreskonferenz der UN-Beschaffer statt. Damit wird der deutschen Wirtschaft die Möglichkeit gegeben, mit den 50 Chefeinkäufern der UN in Deutschland in direkten geschäftlichen Kontakt zu treten. Über 130 Unternehmen wollen in Bonn ihre Waren und Dienstleistungen präsentieren.

Mit einem Volumen von umgerechnet sieben Mrd. DM gehören die Vereinten Nationen zu den weltweit größten Einkäufern. Dabei liegt Deutschland mit einem Anteil von 3,1 % (1999) auf Platz neun. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Siegmar Mosdorf (SPD) sagte dazu am Montag in Bonn, die weltweiten öffentlichen Beschaffungen hätten bislang kaum die Beachtung der deutschen Wirtschaft gefunden. Dabei sei die UN ein wichtiger Referenzmarkt für andere internationale Organisationen, aber auch rein privatwirtschaftliche Geschäfte.

Die Ausrichter-Organisation der Tagung, die Berliner "Wegweiser" GmbH, erwartet, dass die UN ihre Aktivitäten in den nächsten Jahren erheblich ausweiten werden. "Die deutsche Wirtschaft darf hier den Anschluss nicht verpassen", mahnte Beiratsvorsitzender Klaus von Dohnanyi. Wegweiser-Geschäftsführer Oliver Lorenz wies auf die große Bandbreite an Produkten und Dienstleistungen hin, die von der UN nachgefragt werden. Dies reiche von der Informations- und Kommunikationstechnologie über die Medizintechnik, die Wasseraufbereitung, Spezialfahrzeuge bis hin zu Consulting und Finanzdienstleistungen. Lorenz räumte ein, dass der UN-Markt besonders intensiv durch persönliche Kontakte gepflegt werden müsse. Die Ausschreibungsbedingungen seien aber ausreichend fair und transparent.

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