Wirtschaftlich fährt er erst bei einer Auslastung von 50 %.
Luxuszug Metropolitan der Deutschen Bahn fährt Millionen-Minus ein

dpa-AFX BERLIN. Der Luxuszug der Deutschen Bahn, Metropolitan, hat seit seiner Premierenfahrt im August vergangenen Jahres Millionenverluste eingefahren. "Insgesamt steht ein Verlust im niedrigen zweistelligen Millionenbereich zu Buche", sagte der Marketing-Chef der Metropolitan Express Train GmbH, Fabian Scharr, der "Berliner Zeitung" (Samstagsausgabe). Aus Branchenkreisen verlautete, der Zug habe bisher ein Minus von 24 Mill. DM eingefahren. Diese Summe bezeichnete Scharr als "zu hoch". Das noch im März verkündete Ziel, spätestens im Sommer die Gewinnzone zu erreichen, sei deutlich verfehlt worden. Schwarze Zahlen werden laut Scharr "frühestens in zwei Jahren" erwartet.

Der viermal täglich zwischen Hamburg und Köln verkehrende Metropolitan ist Scharr zufolge durchschnittlich nur zu 35 bis 38 % ausgelastet. Wirtschaftlich fahre er erst bei einer Auslastung von 50 %. Die Bahn hatte für das erste Jahr eine Auslastung von 60 % prognostiziert. Scharr widersprach Spekulationen, wonach Bahnchef Hartmut Mehdorn den Metropolitan vom Gleis nehmen will. Nach seinen Worten bleibt der Metropolitan "definitiv." Der Vorstandschef für Personenverkehr, Christoph Franz, wolle den Luxuszug zur "Premiummarke der Bahn" ausbauen. Deshalb werde über neue Strecken nachgedacht, unter anderem von Frankfurt am Main nach Berlin und nach München.

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