Wirtschaftliche Lage ist verheerend
Wenn man sich den Aufstieg nicht leisten kann

Die Bundesliga boomt, Deutschland ist Europameister - doch Handball-Vereine wie die HSG Düsseldorf haben finanzielle Schwierigkeiten.

BERLIN. Ein paar Auswirkungen sind schon zu spüren. Vor zehn Tagen ist Deutschland Handball-Europameister geworden, gleich danach kamen ganze Schulklassen in die Halle in Ratingen, um den Zweitligisten HSG Düsseldorf anzufeuern. Auch heute Abend, beim Pokal-Viertelfinale gegen den THW Kiel, werden 1500 Zuschauer erwartet. Und schon laufen vielversprechende Gespräche mit einigen, kleineren Sponsoren.

Aber das reicht nicht. Denn die HSG hat ein Problem: Der Tabellenführer der zweiten Bundesliga hat keinen Hauptsponsor und spielt schon die ganze Saison über mit blanker Brust. Die Spieler liefen bereits mit großen Fragezeichen vorne auf den Trikots auf und trugen Plakaten durch die Halle, auf denen "Wir sind zu kaufen" stand. Genutzt haben die öffentlichen Hilferufe nichts.

Sportlich stehen die Düsseldorfer vor dem Aufstieg in die stärkste Handball-Liga der Welt, wirtschaftlich sieht die Lage düster aus. Schon im Etat für die laufende Spielzeit fehlen 100 000 Euro. "Man muss sich langsam die Frage stellen, ob das alles überhaupt noch Sinn macht", sagt Präsident Erwin Schierle. "Ohne neue Sponsorenzusagen können wir nicht aufsteigen. Und die Zeit drängt", sagt Schierle.

Seite 1:

Wenn man sich den Aufstieg nicht leisten kann

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%