"Wirtschaftliche Plünderung"
Philippinischer Ex-Präsident Estrada wegen Korruption angeklagt

dpa MANILA. Der im Januar gestürzte frühere philippinische Staatspräsident Joseph Estrada ist am Mittwoch wegen Kurruption angeklagt worden. Die philippinische Justiz wirft ihm neben "wirtschaftlicher Plünderung" des Landes unter anderem Bestechlichkeit vor. Ombudsmann Aniano Desierto reichte die Anklageschrift am Mittwoch bei einem speziellen Anti-Korruptions- Gericht in der philippinischen Hauptstadt Manila ein.

Einen Tag zuvor hatte das Oberste Gericht des Landes ein Urteil vom 2. März bestätigt, wonach Estrada nicht länger Staatsoberhaupt und seine Nachfolgerin Gloria Macapagal Arroyo rechtmäßig im Amt ist. Damit genießt Estrada keine Immunität mehr. Eine sofortige Festnahme Estradas wurde am Mittwoch aber nicht erwartet. Neben dem 53-Jährigen werden in der Anklageschrift auch seine Ehefrau Luisa Ejercito, sein ältester Sohn Jinggoy Estrada und mehrere Freunde genannt.

Nach Massenprotesten der Bevölkerung und nachdem auch das Militär ihm zuletzt die Unterstützung versagt hatte, war der frühere Filmstar "Erap" Estrada am 20. Januar zu Gunsten von Vizepräsidentin Arroyo zurückgetreten. Später besann sich der 63-Jährige anders und behauptete, er sei nicht zurückgetreten, sondern befinde sich nur in Urlaub, und Arroyo sei nur «amtierende Präsidentin».

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