Wirtschaftsbau stabilisiert sich
Baugewerbe verlangsamt Talfahrt-Tempo

Das Jahr 2002 könnte nach Einschätzung des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB) zum Wendepunkt der Branchenkonjunktur werden.

vwd/bos BERLIN. Zwar sei noch einmal mit einem Rückgang beim Umsatz und den Investitionen zu rechnen, sagte ZDB-Präsident Arndt Frauenrath. Er prognostizierte Umsatzeinbußen von etwa 2,3 Mrd. Euro bzw. 2,5 %. Allerdings deuteten die 2001 erteilten Baugenehmigungen darauf hin, "dass in diesem Jahr die Talsohle erreicht werden könnte." Der Wirtschaftsbau werde sich - zumindest in Westdeutschland - stabilisieren. Baugenehmigungen und Auftragseingänge stützten diese Erwartungen.

Insgesamt werde das laufende Jahr nochmals von rückläufiger Bautätigkeit gekennzeichnet sein, wenn auch mit deutlich abgebremstem Tempo. Frauenrath machte dafür unter anderem die Zusage von Bundesfinanzminister Hans Eichel in Brüssel verantwortlich, im Jahr 2004 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. "Die zu befürchtende Haushaltskonsolidierung zu Lasten der Investitionen und die drastischen Einbußen bei den Gewerbesteuereinnahmen im kommunalen Bereich werden die öffentlichen Investitionen bremsen. Im öffentlichen Bau scheint ein Schrumpfen der Bauinvestitionen um 2 % nicht zu vermeiden zu sein", erklärte Frauenrath. Insgesamt geht der ZDB-Chef von einer Verringerung der Bauinvestitionen in diesem Jahr von 2 % aus. Die Beschäftigtenzahl des Bauhauptgewerbes gehe wahrscheinlich um weitere 40 000 bis 50 000 zurück.

Sollte Mitte 2002 das wirtschafliche Wachstum tatsächlich wieder anziehen, würden die Unternehmen ihre Investitionszurückhaltung zunehmend aufgeben und wieder mehr investieren, sagte Frauenrath. Dies gelte aber nicht für den Osten.

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