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Wirtschaftsdaten belasten Märkte

Die Futures reagierten allergisch auf die neuesten Wirtschaftsdaten. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sind gesunken und die Konsumentenpreise fielen stärker als erwartet. Die Frühindikatoren für Dow Jones-Index und Nasdaq sackten nach Veröffentlichung der Daten stärker ab.

Nachdem die Produzentenpreise nach den in der vergangenen Woche vorgelegten Daten sanken, ging es nun auch für die Konsumentenpreise nach unten. Mit einem Rückgang um 0,3 Prozent fiel das Minus stärker aus als erwartet. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang von 0,1 Prozent gerechnet. Die schwachen Daten sind vor allem auf sinkende Öl und Computerpreise zurückzuführen, heißt es im Bericht des Arbeitsministeriums. Damit fielen im Juli die Konsumentenpreise das zweite Mal seit Mitte der 80er Jahre. Zuletzt gab es im April 1986 und im April 2000 einen Rückgang.

In der vergangenen Woche haben 380 000 Personen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Dies waren weniger Anträge als erwartet.

"Der jüngste Kursanstieg des Euro, wirkt sich auf amerikanische Konsumgüter-Konzerne positiv aus", meint Goldman Sachs. Schon seit Jahren ist die schwache Währung der Branche ein Dorn im Auge und für das langsame Ertragswachstum in der Euroregion verantwortlich. Neue Kostensenkungsmaßnahmen, zusammen und ein freundlicher Euro könnten im kommenden Jahr dafür sorgen, dass die Analystenschätzungen zumindest eingehalten werden. Zu den Unternehmen mit den höchsten Umsatzanteilen in Europa zählten neben Estee Lauder und Gillette auch Procter& Gamble und Colgate.

Die Autobranche steht abermals im Fokus der Anleger. Spekulationen um den Kreditstatus von Ford könnten den Handelsverlauf der Aktie auch am Donnerstag überschatten. Erst gestern warnte das Brokerhaus Lehman Brothers, dass die Kreditagentur Standard & Poor?s möglicherweise die Qualität der ausstehenden Verbindlichkeiten abstufen könnten. Die Analysten der Deutsche Bank Alex. Brown schließen sich nun dieser Vermutung an. Vielleicht steht also eine Abstufung der Kreditwürdigkeit unmittelbar bevor.

Brocade hat im dritten Quartal einen Gewinn in Höhe von zwölf Millionen Dollar oder fünf Cents pro Aktie erzielt. Damit wurden die durchschnittlichen Gewinnschätzungen für den Hersteller von Netzwerkzubehör erfüllt. Gegenüber dem Vorjahr ist der Gewinn allerdings um 40 Prozent eingebrochen. Der Umsatz wurde um 26 Prozent auf 116,3 Millionen Dollar gesteigert. Kunden wie EMC und Hewlett-Packard haben ihre Einkäufe zurückgefahren. Aus diesem Grund geht Brocades Finanzchef Mike Byrd davon aus, dass die Geschäftszahlen im laufenden vierten Quartal leicht unter den Erwartungen ausfallen könnten. Das Brokerhaus ABN Amro empfiehlt die Aktie dennoch zum Kauf.

Das Glasfaserunternehmen Ciena hat am Donnerstag vor Handelsbeginn die Geschäftszahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. Dabei wurden die Gewinnerwartungen leicht übertroffen. Trotz des schwierigen Wirtschaftsumfelds wurde der Gewinn verdoppelt. Vor allem neue Produkte seien gut auf dem Markt angekommen, hieß es.

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