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Wirtschaftsdaten lassen hoffen

Die Wall Street startet uneinheitlich. Während der Nasdaq Composite im Minus notiert, klettert der Dow Jones Index gleich nach Handelsbeginn die Gewinnzone. Inzwischen drehte auch der Technologieindex Nasdaq ins Plus. Neben positiven Quartalszahlen könnten sich heute auch die guten Wirtschaftsdaten positiv auf den Markt auswirken.

Vor Handelsbeginn veröffentlichte das Handelsministerium die Aufträge für langlebige Güter im März. Der dreiprozentige Anstieg lag deutlich über den Konsensschätzungen der Ökonomen, die mit einem Wachstum von 0,5 Prozent gerechnet hatten. Im Vormonat waren die Aufträge noch um 0,4 Prozent gefallen. Nachdem das Konsumentenvertrauengestern gefallen war, scheint dies ein kleiner Lichtblick für den Markt zu sein, da Konsumenten wieder Vertrauen in die US-Wirtschaft schöpfen. Vielleicht kann sich der Markt nun doch aus eigener Kraft wieder erholen, ohne auf die Hilfe von US-Notenbankchef Alan Greenspan angewiesen zu sein.

Walt Disney erfreut die Anleger mit einem Gewinnanstieg von 33 Prozent auf 391 Millionen Dollar oder 19 Cents je Aktie. Damit schlug der Medienkonzern die Analystenerwartungen um sechs Cents. Zwar waren das Anzeigengeschäft und die Einschaltquoten rückläufig, doch der Verkauf von Videokassetten und DVDs verlief erfolgreich. Auch für das Gesamtjahr könnten die allgemeinen Prognosen übertroffen werden, so Finanzchef Thomas Staggs. Die Aktie liegt vor Handelsbeginn leicht im Plus.

Ebenfalls zulegen kann die Aktie von Philip Morris. Laut der Washington Post warnt das Justizministerium davor, dass der neue Haushaltsplan von US-Präsident George W. Bush nicht genügend Mittel bereitstellt, um die Klagen gegen die Tabakindustrie weiterhin zu finanzieren. Damit sei die größte Gefahr für die Tabakindustrie gebannt, so die Wirtschaftszeitung.

Das positive Quartalsergebnis von Amazon könnte dem Internetsektor heute auf die Sprünge helfen. Der Internet-Einzelhändler konnte den Verlust im Vergleich zum Vorjahr fast halbieren. Mit 21 Cents je Aktie fiel der Fehlbetrag um vier Cents geringer aus, als von Analysten erwartet wurde. Das Management begründete das gute Ergebnis mit einer starken Nachfrage nach Elektronikartikeln wie Organizern und MP3-Playern. Nachdem die Aktie vorboerslich freundlich tendierte, notiert der Wert nach Handelsbeginn in der Verlustzone.

Gute Nachrichten liefert der Pharmasektor. Bristol-Myers konnte den Gewinn um zehn Prozent steigern und damit die Konsensschätzungen der Analysten um einen Penny schlagen. Vor allem die Blutdruck- und Diabetesmittel trugen zu dem positiven Ergebnis bei. Auch die Pharmaunternehmen American Home Products und Pharmacia konnten neben einem deutlichen Umsatzanstieg die Analystenerwartungen genau treffen. Während Bristol-Myers im Minus tendiert, notieren die Konkurrenten Pfizer, Merck und Eli Lilly in der Gewinnzone.

Unter Druck geraten dürfte dagegen der Glasfaserbereich. Nachdem das Investmenthaus UBS Warburg den Sektor vor Handelsbeginn abgestuft hat, notieren die Aktien von Cisco Systems, Juniper Networks, Ciena und Nortel Networks bereits deutlich in der Verlustzone. Zusätzlich liefert Applied Micro Circuits ein düstereres Quartalsergebnis. Zwar kann der Hersteller von Kommunikationschips die Analystenerwartung von 28 Millionen Dollar treffen, doch blieb der Umsatz deutlich hinter den Erwartungen zurück. Auch für das laufende Quartal sind die Prognosen nicht erfreulich. Das Management befürchtet sogar, dass Applied Micro Circuits im zweiten Quartal nur ein ausgeglichenes Ergebnis erreichen wird.

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