Wirtschaftserholung 2002 nicht sehr stark
Notenbanker rechnen 2003 mit Wirtschaftserholung

Die Notenbanken der Länder der Zehnergruppe (G10) rechnen im Jahr 2003 mit einer Beschleunigung der Konjunkturerholung. In diesem Jahr hingegen dürfte sich die Schwäche der Finanzmärkte bremsend auf die globale Wirtschaft auswirken, sagte der britische Notenbankchef Sir Edward George nach einer Routinesitzung der Notenbankvertreter am Montag bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel.

Reuters BASEL. "Die von den Finanzmärkten erzeugten Unsicherheiten haben zweifellos zur Ansicht geführt, dass sich das Tempo der Erholung verlangsamt hat im Vergleich zu dem, was wir erwartet haben. Und es ist wahrscheinlich, dass es weiter langsamer bleibt," sagte George.

Die wirklich übereinstimmende Ansicht sei, dass die grossen Wirtschaften derzeit wachsen, aber mit einem geringeren Tempo, so George. Das bedeute langsameres Wachstum dieses Jahr und eine schrittweise Beschleunigung im kommenden Jahr.

Der BoE-Gouverneur sagte weiter, die Notenbanker rechneten nicht mit einem "Double-Dip", einem erneuten Abrutschen in eine Rezession, der globalen Wirtschaft. "Es ist keine stark negative Situation. Ich denke nicht, dass irgend jemand von 'double dip' gesprochen hat," so George. Es gehe um ein im Vergleich zum Frühsommer langsameres Wachstum. Ende 2003 rechnen die G10-Notenbanken in den USA mit einem Wirtschaftswachstum von drei Prozent und sehen in der Eurozone einen Anstieg um zwei Prozent.

Laut George unterstützt die Geldpolitik sowohl in den USA als auch in Europa das Wachstum weiter. "Die Geldpolitik in den USA auf ihrem aktuellen Niveau ist unterstützend, die Fiskalpolitik ist unterstützend und die Zinserwartungen durch die gesamte Renditekurve sind markant zurück gekommen worden und das wird ein unterstützender Faktor für die US-Wirtschaft sein." In der Eurozone sei die Situation sehr ähnlich.

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