Wirtschaftskrise schreckt WM-Organisatoren nicht
Großes Interesse der Sponsoren an der Fußball-WM

Die weltweite Wirtschaftskrise schlägt sich bisher offenbar nicht in den Vorbereitungen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland nieder. Sowohl der Weltverband Fifa als auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben nach eigenem Bekunden keine Probleme, potente Geldgeber zu finden.

HB/dpa ZÜRICH/FRANKFURT. So seien von den 15 internationalen Sponsoren-Tickets bereits elf fest vergeben, erklärte Fifa-Chef Joseph Blatter. Ende des Jahres soll das gesamte Sponsoren-Paket unter Dach und Fach sein.

Auch die deutschen WM-Organisatoren sind optimistisch, die sechs nationalen Geldgeber zu finden. "Wir bekommen von der schwachen Weltlage glücklicherweise nichts zu spüren", sagte Horst R. Schmidt, Vizepräsident des Organisations-Komitees. Bisher ist aber nur der Versorger Energie Baden-Württemberg (EnBW) unter Vertrag.

Das Problem der deutschen WM-Organisatoren ist, dass ihre Sponsoren nicht aus dem gleichen Marktsegment wie die der Fifa kommen dürfen. Besonders davon betroffen ist Daimler-Chrysler. Der Autokonzern, über seine Marke Mercedes bereits seit 30 Jahren Förderer des DFB, ist durch Hyundai aus dem WM-Rennen geworfen worden.

Die Brauerei Bitburger und der Elektronikkonzern Siemens kommen ebenfalls nicht zum Zug, weil die Konkurrenten Anheuser-Busch beziehungsweise Philips bereits mit dem Weltverband einig geworden sind. Als weitere Fifa-Geldgeber stehen Adidas, Avaya, Toshiba, Deutsche Telekom, Yahoo, Gilette, Coca-Cola und McDonalds fest.

Für Blatter hat der große Zuspruch der Wirtschaft auch mit der vergangenen WM zu tun: "Das Spektakel in Südkorea und Japan hat viele angelockt. Es hat gezeigt, dass Fußball als Produkt gut angenommen wird und auf Fifa-Ebene noch nicht durch das Überangebot an Fußball bedroht ist."

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