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Wirtschaftslage besser als erwartet

New Yorks Indizes liegen zu Handelsbeginn im Plus. Vor allem positive Wirtschaftsdaten lassen sowohl den Nadsaq Composite als auch den Dow Jones Index in die Höhe schießen. Auch schwache Zukunftsprognosen zahlreicher Unternehmen können die Kurse nicht in die Tiefe stürzen.

Vorbörslich hat das Handelsministerium das Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal veröffentlicht. Das Bruttoinlandsprodukt ist der aussagekräftigste Indikator für die Wirtschaftslage eines Landes. Mit einem Anstieg von zwei Prozent lag die Kennzahl deutlich höher, als von den Experten erwartet wurde. Diese rechneten nur mit einem Anstieg von 1,1 Prozent, nachdem der Index im vergangenen Quartal um ein Prozent geklettert war. Der große Anstieg zeigt, dass die amerikanische Wirtschaft zurzeit doch stärker ist, als von Analysten erhofft wurde.

Um 16.00 Uhr MEZ blickt die Wall Street auf das Konsumentenvertrauen von der Universität von Michigan. Nach dem Vormonatsergebnis von 87,8 Punkten rechnen Experten im März mit einem Anstieg auf 88 Punkte.

Übernahmespekulationen und Quartalsergebnisse bewegen den Glasfasersektor. Gerüchte um Lucent Technologies für Unruhe. JDS Uniphase und Alcatel sind an dem Kauf der Glasfasersparte des größten Telekommunikationsausrüsters interessiert. Zum Wochenende wirft das Wall Street Journal die Frage auf, ob sogar der gesamte Konzern zum Verkauf steht. Wie die Tageszeitung erfahren haben will, gab es bereits Gespräche zwischen Lucent und Alcatel über eine komplette Fusion oder Übernahme. Die jüngsten Gerüchte haben die Lucent Aktien in zehn Handelstagen knapp 50 Prozent beflügelt. Eine Reaktion, die potenziellen Käufern die Entscheidung erschweren dürfte. JDS Uniphase und Alcatel notieren im Plus.<</p> p>Gleichzeitig dürfte der Glasfasersektor unter den negativen Zukunftsaussichten von Corning leiden. Das Glasfaserunternehmen hat zwar die Gewinnerwartungen im ersten Quartal um einen Penny übertroffen, die Ertragsprognosen für das laufende Jahr jedoch von 1,30 Dollar auf 1,20 Dollar je Aktie gesenkt. Um Auftragsrückgänge zu kompensieren, wird Corning 4.300 Arbeitsplätze streichen. Corning und Ciena notieren deutlich im Minus.

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Auch der Biotechnologiesektor muss gegen korrigierte Gewinnaussichten ankämpfen. Zwar hat Amgen vor allem mit Epogen einen Gewinn im vergangenen Quartal von 305 Millionen Dollar erzielt, doch wird das Nachfolgepräparat Aranesp die Zulassung der Behörden nach Firmenangaben später bekommen als zunächst erwartet. Das Management rechnet nun mit der Zulassung im zweiten Quartal. Dadurch werden sich Umsätze, die ursprünglich für das laufende Jahr eingeplant waren, in das kommende Jahr verschieben. Die Gewinnprognosen für 2001 werden dadurch gefährdet. Amgen legt im Handelsverlauf leicht zu.

Bei Philip Morris sorgen Diskussionen um den fairen Börsenpreis der Lebensmittelsparte Kraft für Gesprächsstoff. Spekulationen zufolge könnte der Börsengang bereits im Mai erfolgen. Laut Goldman ist das Papier mit 25 Dollar fair bewertet. Bis zu 28 Dollar würden die Analysten Investoren zum Kauf raten. Kraft North America ist mit einem Umsatz von 15,2 Milliarden Dollar der größte Lebensmittelkonzern in Nordamerika. Laut Goldman Sachs sind Nestle, Unilever und Danone international jedoch besser positioniert. Philip Morris liegt leicht im Minus.

Der Dritte im Bunde der pessimistischen Zukunftsaussichten ist der Kaffeesektor. Zwar konnte die größte amerikanische Kaffeehauskette sowohl den Gewinn als auch den Umsatz deutlich steigern und die Konsensschätzungen erreichen, doch sieht die Zukunft nicht besonders rosig aus. Angesichts der hohen Kaffeepreise der Kette schränken sich die Kunden in ihrem Kaffeekonsum ein. Das Management geht davon aus, dass die Verkaufszahlen im laufenden Jahr am unteren Ende der ursprünglichen Prognosen liegen werden. Der Markt bestraft die Aussagen mit einem Kursabschlag von über sechs Prozent.

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