Wirtschaftslage in Fernost besser
HSBC-Vorsteuergewinn im 1. Halbjahr höher als erwartet

Reuters LONDON. Die Bankengruppe HSBC Holdings hat im ersten Halbjahr 2000 den Gewinn vor Steuern um 28 % und damit stärker als von Analysten erwartet gesteigert. Die an den Börsen in Hongkong und London notierte Bank teilte am Montag in London mit, sie habe im ersten Halbjahr 2000 einen Vorsteuergewinn von 5,21 (Vorjahr 4,07) Mrd. $ erzielt. Analysten hatten den Vorsteuergewinn mit 4,20 bis 4,78 Mrd. $ erwartet.

Nach Bekanntgabe des Ergebnisses stieg der Kurs der HSBC-Aktie. Ein HSBC-Chairman sagte, er bleibe für den Rest des Jahres optimistisch. Den Aktionären werde eine um 13 % auf 15 Cents je Aktie erhöhte Zwischendividende gezahlt.

Den starken Gewinnanstieg führte HSBC in erster Linie auf die Rückführung der Rückstellungen für schlechte Kredite und zweifelhafte Forderungen auf 368 Mill. $ von 1,082 Mrd. $ im Vorjahr zurück. Die Verbesserung der Wirtschaftslage in Fernost habe sich bei dabei eine wesentliche Rolle gespielt, sagte Chief Executive Keith Whitson. So seien 40 % der wegen der Fernost-Finanzkrise 1997 gebildeten Sonderrückstellungen von 290 Mill. $ aufgelöst worden. Auch die Sonderrückstellungen für die Länder Thailand, Malaysia, Singapur und Indonesien seien merklich reduziert worden. Auf dem asiatischen Hauptmarkt von HSBC stiegen zwar die Einlagen noch langsam. "Das Vertrauen ist aber zurückgekehrt", sagte Whitson.

HSBC hat in den jüngsten Jahren durch Übernahmen und Beteiligungen in den Industrieländern expandiert. Sie übernahm die US-Banken Republic New York und Safra, die französische Credit Commercial de France und investierte eine Milliarde Dollar in ein Online-Gemeinschaftsunternehmen mit Merrill Lynch. Die Bank sehe weiterhin nach Expansionsmöglichkeiten nach, sagte Whitson. Bei Übernahmen plane sie aber eine Pause.

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