Wirtschaftsmagazin prüfte mehr als 100 Bankfilialen
Fondsberatung deutscher Banken unzureichend

Die Fondsberatung vieler deutscher Banken hat bei Tests des Wirtschaftsmagazins "Finanzen" schlecht abgeschnitten. Zwar würden in Deutschland rund 70 % aller Fonds-Anteile von Bankfilialen unter das Volk gebracht. Doch die Qualität der Beratung lässt der Untersuchung zufolge in vielen Fällen zu wünschen übrig.

ap MÜNCHEN. Fazit: "Wer eine Bankfiliale aufsucht, geht ein hohes Risiko ein", so "Finanzen"-Chefredakteur Klaus Meitinger. "Die Beratungsqualität innerhalb der Filialen eines Instituts ist extrem unterschiedlich. Ob man als Kunde gut oder schlecht beraten wird, ist offenbar Glückssache", sagt Meitinger zum Ergebnis der Untersuchung.

Für den Test seien in ganz Deutschland nach dem Zufallsprinzip Filialen verschiedener Banken sowie der Sparkassen und Volksbanken ausgewählt worden. Im Testfall sollte ein Erbe von 50 000 DM in Fonds angelegt werden. Meitinger: "Nur in zehn der insgesamt 104 aufgesuchten Filialen machten sich die Berater die Mühe, all jene Fragen zu stellen, die für die Fondsanlage entscheidend sind."

Vor allem in drei Bereichen hätten zahlreiche Bankfilialen Schwachstellen aufgewiesen: Bei der Erstellung des Anlegerprofils; bei der sinnvollen Vermögensstrukturierung und bei den konkreten Fonds-Empfehlungen. Viele Bankfilialen würden weiterhin nur die von ihrem Mutterkonzern aufgelegten Fonds empfehlen - und das seien häufig nicht die für den Anleger besten Fonds.

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