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Wirtschaftsnachrichten geben Impulse für New Yorker Handel

Auch am letzten Handelstag der Woche sollten die Bullen an der Wall Street dominieren. Sonderlich agil dürften diese aber nicht sein. Wie bereits in den vorhergehenden Tagen rechnen Marktteilnehmer mit einem dünnen Handelsvolumen und zähen Tagesverlauf.

Während an der Ertragsfront zum Wochenausklang keine nennenswerten Ereignisse gibt, könnten zahlreiche Wirtschaftsnachrichten dem Aktienmarkt neue Impulse geben. Vor Börseneröffnung wurde ein Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in der vergangenen Woche um 7.000 auf 392.000 gemeldet. Erwartet wurde ein Anstieg auf 400.000 Anträge. Die Auftragseingänge langlebiger Güter fielen im November wiederum um 4,8 Prozent. Analysten stellten sich auf einen Rückgang um 5,5 Prozent ein. Exklusive des volatilen Transportbereiches kam es sogar zu einem Anstieg um 1,1 Prozent.

Die weitaus wichtigeren Daten werden wohlgemerkt erst um 16 Uhr MEZ gemeldet. Analysten gehen davon aus, dass das Verbrauchervertrauen im Dezember von 82,2 auf 82,7 Prozent gestiegen ist. Zeitgleich werden ebenfalls die Verkaufszahlen existierender Immobilien verkündet. Nach 5,17 Millionen, sollen 5,11 Millionen Immobilien verkauft worden sein.

Amerikanische Investoren scheinen ein noch immer ausgesprochen nervöses Volk zu sein. Laut Trim Tabs verzeichneten US-Aktienfonds in der vorhergehenden Woche 4,5 Milliarden Dollar an Kapitalzuflüssen, mussten aber in der Woche zum 26. Dezember 1,5 Milliarden Dollar an Abflüssen hinnehmen.

Was Einzelwerte betrifft, dürften erneut Technologieaktien im Mittelpunkt stehen. Mit von der Partie auch der Online-Einzelhändler Amazon . Laut dem Brokerhaus Robertson Stephens, verlaufe das vierte Quartal gemäß den Erwartungen des Managements. Dies ändere aber nichts an den langfristig eher trüben Aussichten. So stünden die Chancen einer deutlichen Umsatzausweitung ziemlich schlecht. Im Internetsektor stehen ebenfalls die Aktien von Yahoo im Mittelpunkt. Henry Blodget, der einstige Star-Analyst von Merrill Lynch der in Kürze das Brokerhaus verlassen wird, äußert sich positiv zu dem Internetwert. Die Aktie sei nicht so teuer, wie es auf den ersten Blick erscheine. Das Potenzial der Aktie sei noch lange nicht ausgeschöpft.

Im Chipsektor stehen wiederum die Aktien von Micron Technology in den Schlagzeilen. Laut Presseberichten, könnte sich der südkoreanische Chiphersteller Hynix Semiconductor von der DRAM Sparte verabschieden und den Bereich an Micron Technology verkaufen. Durch den Verkauf solle Hynix neben einem Anteil an Micron auch Zusagen von Investitionen durch Micron in die verbleibenden Chipbereiche erhalten, heisst es weiter. Schon seit Wochen ist bekannt, dass die beiden Konzerne über die verschiedensten Formen einer Zusammenarbeit oder anderer Allianzen verhandeln. Laut Hynix hoffen beide Seiten im kommenden Monat einen Deal auf Papier gebracht zu haben.

Mit fast 60 Prozent führt Microsoft die Gewinnerliste im Dow Jones Index für 2001 an. Und auch am vorletzten Handelstag vor dem neuen Jahr kann der Konzern mit guten Nachrichten aufwarten. Die Nachfrage für die X-Box Spielkonsole entwickelt sich gemäß den Erwartungen des Managaments. Pro Woche liefert Microsoft über 100.000 X-Boxen aus. Um die Spielkonsole für die Nutzer noch interessanter zu machen, plant man bis April zehn weitere Spiele vorzustellen. Was die Anzahl an verfügbaren Spielen betrifft, habe man schon jetzt die internen Ziele übertroffen.

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