Wirtschaftspolitik hemmt Konjunktur
RWI: 2003 flacht Aufschwung schon wieder ab

Der Aufschwung in Deutschland wird nach Einschätzung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) 2003 an Dynamik verlieren. "In der zweiten Jahreshälfte gewinnt die Konjunktur an Fahrt, jedoch flacht der Anstieg bereits im kommenden Jahr wieder ab", heißt es in der am Donnerstag in Essen vorgestellten RWI-Konjunkturprognose.

Reuters ESSEN. Das RWI senkte seine Wachstumsprognose für 2003 auf 2,3 (bisherige Prognose 2,6) Prozent. Für das laufende Jahr geht das Institut von einem BIP-Wachstum von 0,9 (0,8) Prozent aus. Die außenwirtschaftlichen Impulse dürften im zweiten Halbjahr auf die inländische Nachfrage übergreifen, hieß es. Per saldo wirke sich die Wirtschaftspolitik Konjunktur hemmend aus. Auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt werde sich kaum bessern. Für dieses Jahr sei im Durchschnitt mit 3,99 Millionen Arbeitslosen zu rechnen. Erst 2003 sehen die Essener Konjunkturforscher im Schnitt einen Rückgang auf 3,85 Millionen.

Für seine Prognosen hat das RWI einen Euro-Kurs von 1,05 $ unterstellt. Falls der Euro allerdings noch in diesem Jahr auf seinen Startkurs von 1,17 $ steigen sollte, könnte das BIP-Wachstum 2003 um bis zu 0,3 Prozentpunkte niedriger ausfallen.

Das RWI forderte die EZB auf, den Leitzins möglichst lange auf dem momentanen Niveau von 3,25 zu halten. Das RWI rechnet erst um die Jahreswende 2002/2003 mit einer Anhebung des Schlüsselzinses auf 3,75 Prozent und einer weiteren Erhöhung auf dann 4,00 Prozent im Jahresverlauf 2003.

Die sechs großen Forschungsinstitute waren in ihrem Frühjahrsgutachten noch von einem Wachstum in Höhe von 0,6 Prozent in diesem Jahr und 2,4 Prozent 2003 ausgegangen. Die Wachstumsprognose der Bundesregierung liegt bei rund 0,75 Prozent für dieses und rund 2,5 Prozent für nächstes Jahr.

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