Wirtschaftsprüfer gefeuert
Enron-Aktien nicht mehr an New Yorker Börse

Die Aktien des Pleite gegangenen einstigen Energieriesen Enron werden an der New Yorker Börse nicht mehr gehandelt. "Die Börse hat entschieden, dass die Wertpapiere sich nicht mehr für den Handel an der New York Stock Exchange eignen", teilte die Börse am Dienstag in New York mit und verwies auf die voraussichtlich langwierigen Verhandlungen, um die Firma abzuwickeln.

dpa NEW YORK. Der Aktienpreis war von seinem Allzeithoch im Sommer 2000 von fast 90 Dollar auf 0,67 Dollar vergangene Woche gestürzt. Die Börse kann Aktien, die 30 Tage für weniger als einen Dollar gehandelt werden, aus dem Geschäft nehmen. Das war bei den Enron-Papieren der Fall. Der Zusammenbruch Enrons im Dezember vergangenen Jahres war die größte Pleite in der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte.

Gleichzeitig zog der heftig in die Kritik geratene Wirtschaftsprüfer von Enron erste Konsequenzen aus dem Debakel. Arthur Andersen feuerte am Dienstag den für die Prüfung der Bücher von Enron zuständigen Partner David Duncan. Duncan hatte vergangenen Herbst die Zerstörung zahlreicher Dokumente angeordnet, die sich auf die Buchführung von Enron bezogen. Zu dem Zeitpunkt liefen bereits mehrere Untersuchungen über die Geschäfte von Enron. Das Unternehmen hatte riesige Schuldenberge in dubiosen Partnerschaften versteckt.

Die Schweizer Großbank UBS AG, die die Handelsoperationen von Enron vergangene Woche bei einer Versteigerung erworben hatte, will Enron anstelle eines Kaufpreises ein Drittel der zukünftigen Gewinne abtreten. Die auf zehn Jahre angelegte Einigung zwischen Enron und der Investmentbanktochter der Bank, UBS Warburg, muss vom Konkursgericht in New York genehmigt werden. Eine Anhörung wurde für Freitag angesetzt.

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