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Wirtschaftsprüferkammer zur geplanten Verschärfung der Unabhängigkeitsregeln für Abschlussprüfer

In dem vom Bundesjustizministerium vorgestellten Gesetzentwurf eines ...

In dem vom Bundesjustizministerium vorgestellten Gesetzentwurf eines Bilanzrechtsreformgesetzes (BilReG) sieht die Wirtschaftsprüferkammer (WPK) einen geeigneten Schritt zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Abschlussprüfer. Sie warnt aber vor überzogenen Regelungen.
Durch die Unternehmenskrisen der Vergangenheit sei auch die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers hinterfragt. Die WPK begrüßt das Ziel der Bundesregierung, die Rolle des Abschlussprüfers zu stärken.
International sei dem durch den Sarbanes-Oxley Act und die Empfehlung der Europäischen Kommission zur Unabhängigkeit des Abschlussprüfers Rechnung getragen. Hinter diesen Vorgaben dürfe der deutsche Gesetzgeber nicht zurückbleiben.
Die Neuregelungen sind aus Sicht der WPK grundsätzlich geeignet, die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers zu sichern und so einen Beitrag zur Wiederherstellung des Vertrauens in geprüfte Abschlüsse zu leisten.
Es dürften aber auch keine überzogenen Regelungen getroffen werden. Aus der Sicht der WPK muss die Steuerberatung auch weiterhin neben der Abschlussprüfung erbracht werden können:
"Gerade aus der Sicht des Mittelstands ist es unbedingt erforderlich, dass Steuerberatung und Abschlussprüfung vereinbar bleiben", so Hubert Graf von Treuberg, Präsident der WPK. "Ein Verbot würde die Qualität der Abschlussprüfung beeinträchtigen und die Kosten der Unternehmen erhöhen.
Die WPK stimmt zu, dass es für kapitalmarktorientierte Unternehmen einer Sonderregelung bedarf. Diese sollte allerdings nicht über die Regelung des Sarbanes-Oxley Act hinausgehen. Danach entscheidet der Aufsichtsrat im Einzelfall über die Zulässigkeit von Prüfung und Beratung", so Graf von Treuberg (Pressemitteilung der Wirtschaftsprüferkammer vom 15. 12. 2003).

Quelle: DER BETRIEB, 17.12.2003

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