Wirtschaftsumfeld soll sich verschlechtern
Ratingagentur stuft Brokat-Aktie auf "negativ"

Standard & Poor meint, dass sich das Wirtschaftsumfeld des Softwareunternehmens verschlechtern wird.

dpa-afx LONDON. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat den Ausblick für die am Neuen Markt gelistete Brokat AG von "stabil" auf "negativ" revidiert. Gleichzeitig bestätigte S&P am Freitag in London die Bonitätseinstufung für die Unternehmenskredite mit langfristig "single-B". Die in Stuttgart ansässige Brokat AG bietet Software für den elektronischen Zahlungsverkehr (Internetbanking) an.

Die Analysten reagierten mit ihren Entscheidungen auf das sich verschlechternde Wirtschaftsumfeld für Brokat. Zwar habe Brokat im vergangenen Geschäftsjahr seine Wachstumsziele beim Umsatz und der Kundenzahl übertroffen. Dennoch könnte sich die Kredit-Bonität des Unternehmens auf Grund steigenden Wettbewerbs, sinkender finanzieller Flexibilität und schwachen Kapitalmärkten verschlechtern. Die Konsolidierung der zwei jüngsten Akquisitionen sei ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Aufgabe.

Dies zeige sich auch in den Ergebniszahlen für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2000. Auf Grund von Integrationskosten hatte Brokat einen Ebitda-Verlust (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 53,5 Mill. Euro für 2000 ausgewiesen. Die Analysten von S&P erwarten deshalb auch, dass Brokat im kommenden Jahr 2002 weiteres Geld aufnehmen muss. Der Software-Anbieter habe bereits Gespräche mit Banken aufgenommen, heißt es in der Studie. Ob Brokat die notwendigen Sicherheiten für eine neue Kreditlinie aufbringen kann, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar.

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