Wirtschaftswachstum soll wieder anspringen
Eichel baut auf Steuersenkungen

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird nach Einschätzung von Finanzminister Hans Eichel (SPD) "durch Steuersenkungen 2004 und 2005" wieder anspringen. Dies sagte Eichel am Montag nach dem deutsch-französischen Wirtschafts- und Finanzausschuss in Paris.

HB/dpa PARIS. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte am vergangenen Freitag deutlich gemacht, dass eine Entscheidung über ein Vorziehen der Steuerreform noch nicht gefallen sei. Die Frage werde aber nicht auf die lange Bank geschoben, hatte er versichert.

Eichel und sein französischer Kollege Francis Mer bekräftigten erneut, den Stabilitätspakt respektieren zu wollen, ohne das Wachstum in ihren Ländern zu gefährden. Paris sei weiterhin bereit, "den Geist" des Stabilitätspaktes beachten zu wollen, erklärte der Franzose. Die Wachstumsaussichten seien dabei "trotz der starken Verbesserung des internationalen Umfelds (für 2003) nicht berauschend" und weitere Ausgabesperren möglich. "Der psychologische Auslöser, der die Grundlage des Wachstums ist, lässt weiterhin auf sich warten."

Paris geht offiziell noch immer von einem Wirtschaftswachstum von 1,3 % in diesem Jahr aus, während das nationale Statistikamt am vergangenen Freitag lediglich noch 0,8 % vorhergesagt hat.

Eichel machte sich erneut für den französischen Zentralbankchef Jean-Claude Trichet als Nachfolger für den Niederländer Wim Duisenberg an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) stark. Trichet würde dieses Amt "würdevoll" ausüben, sagte der Minister. Trichet sagte nach der Sitzung, die jüngste Senkung der Leitzinsen dürfte die Wachstumsaussichten in Europa verbessern.

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