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Wirtschaftsweiser Bofinger verteidigt Haushaltskurs von Finanzminister Eichel

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat denHaushaltskurs von Finanzminister Hans Eichel verteidigt und vor Panik beim ThemaHaushaltsschulden gewarnt. Eichels Kritiker würden unterschlagen, dass alsAlternativen kurzfristig nur höhere Steuern, das Aussetzen der Steuerreform oderein Stopp öffentlicher Investitionen in Betracht kämen, sagte Bofinger derTageszeitung "Rheinpfalz" (Donnerstagausgabe). All diese Maßnahmen würden aberdie anziehende Binnenkonjunktur abwürgen.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat denHaushaltskurs von Finanzminister Hans Eichel verteidigt und vor Panik beim ThemaHaushaltsschulden gewarnt. Eichels Kritiker würden unterschlagen, dass alsAlternativen kurzfristig nur höhere Steuern, das Aussetzen der Steuerreform oderein Stopp öffentlicher Investitionen in Betracht kämen, sagte Bofinger derTageszeitung "Rheinpfalz" (Donnerstagausgabe). All diese Maßnahmen würden aberdie anziehende Binnenkonjunktur abwürgen.

Zugleich kritisierte Bofinger, dass die Politik alles daran setze, um einenverfassungsgemäßen Haushalt hinzubekommen - über die "rein formale Erfüllung desVerhältnisses von Schulden zu Investitionen" aber aus den Augen verliere, dasses volkswirtschaftlich gar nicht so sinnvoll sei, zum jetzigen Zeitpunkt großeAktienpakete zu verkaufen.

Bofinger verwies zudem darauf, dass der hohe Schuldenstand zu einem großenTeil auf die Kosten der deutschen Einheit zurück gehe. "Wenn man die Einheitjedoch ernst nimmt, ist es legitim, mit den Kosten auch künftige Generationen zubelasten", sagte er. Das Problem des geteilten Deutschland sei schließlich nichtvon der jetzt lebenden Generation allein zu verantworten, sondern "durch dasVerschulden mehrerer Generationen vorher".

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