Wisconsin und Hawaii
Ton zwischen Clinton und Obama wird schärfer

Begleitet von neuen Angriffen Hillary Clintons gegen Barack Obama ist das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten am Dienstag in eine neue Runde gegangen. Die Partei setzte in den Staaten Wisconsin und Hawaii ihre Kandidatenkür fort.

HB WASHINGTON. Das Duell zwischen den US-Senatoren Barack Obama und Hillary Clinton um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten ist am Dienstag mit Abstimmungen in Wisconsin und Hawaii in eine neue Runde gegangen. Angesichts des weiterhin engen Rennens hat sich der Ton zwischen den beiden Kontrahenten wieder verschärft.

Bei der Vorwahl im Staat Wisconsin und den Wählerversammlungen auf Hawaii, wo Obama geboren wurde, sind insgesamt 94 Delegiertenstimmen für den Wahlparteitag der Demokraten Ende August in Denver zu vergeben. Mit einem Sieg könnte der Senator aus Illinois seinen Vorsprung vor Clinton ausbauen. Für die New Yorker Senatorin wiederum geht es darum, Anschluss zu halten.

Nachdem Clinton nach acht Abstimmungsniederlagen in Folge in der vorigen Woche ihren Vorsprung bei den Delegiertenstimmen eingebüßt hat, wird ihr Wahlkampfteam offenbar immer nervöser. Die ehemalige First Lady warf am Montag ihrem Kontrahenten ein Plagiat vor. Obama habe Formulierungen des Gouverneurs von Massachusetts, Deval Patrick, verwendet, ohne dies kenntlich zu machen, erklärte Clintons Sprecher Howard Wolfson.

Obama räumte ein, dass er sich in einer Rede über die Macht von Worten ähnlich wie sein Freund Patrick geäußert habe. Er hätte das besser als Zitat präsentieren sollen, sagte Obama am Montag vor Journalisten. Er schreibe aber seine meisten Reden selbst, fügte Obama hinzu und wies die Vorwürfe der New Yorker Senatorin zurück. Obama seinerseits warf Clinton kleinliches Parteiengezänk vor.

Nach jüngsten Umfragen wird in Wisconsin ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Clinton und Obama erwartet. Dort sind bei der Vorwahl 74 Delegiertenstimmen zu vergeben, 20 weitere werden bei den Wählerversammlungen auf Hawaii bestimmt. Nach den acht Siegen in Folge führt Obama mit 1.281 zu 1 218 Stimmen. Für die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten sind 2.025 Stimmen erforderlich. Beide Bewerber blicken schon auf Texas und Ohio, wo am 4. März wichtige Vorwahlen stattfinden.

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner waren am Dienstag Abstimmungen in den Staaten Wisconsin und Washington angesetzt. Der führende Senator John McCain erhielt am Montag die Unterstützung des früheren US-Präsidenten George Bush. Er glaube, dass McCain am besten zur Führung des Landes geeignet sei, sagte Bush senior an der Seite des Senators in Texas. Der Charakter des Vietnam-Veteranen habe sich „in der Feuerprobe des Krieges“ herausgebildet. McCain führt zwar mit großem Vorsprung vor seinem Rivalen Mike Huckabee, stößt aber in konservativen Kreisen weiter auf Vorbehalte.

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