Wissenschaft
Wasserstoff soll Energie- und Klimaprobleme lösen

dpa MÜNCHEN. Für eine schrittweise Ablösung fossiler Energieträger durch Wasserstoff haben sich internationale Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter in München ausgesprochen. Die innovative Technologie werde die Probleme der Erderwärmung und der Rohstoffknappheit lösen, sagte der Ehrenvorsitzende des Wasserstoff-Kongresses "Hyforum 2000", der amerikanische Forscher Nejat Veziroglu, bei der Eröffnung der Konferenz am Montag.

Der Vorstandsvorsitzende des Mineralölkonzerns "Royal Dutch/Shell", der Brite DM Moody-Stuart, forderte die Politik auf, die Rahmenbedingungen für eine Energieversorgung mit Wasserstoff zu schaffen. Nach den Worten von BMW-Vorstandsmitglied Bernhard Göschel ist es das Ziel der Autoindustrie, langfristig einen Treibstoff ohne CO2-Emissionen auf den Markt zu bringen.

Bis 2010 solle es in jeder europäischen Hauptstadt eine Wasserstoff-Tankstelle geben. "Der Wasserstoff muss kommen", sagte Göschel. Der Wasserstoff müsse in Zukunft mit Hilfe von Sonnenenergie aus Wasser gewonnen werden. Bislang wird der alternative Treibstoff noch vornehmlich aus Kohlenwasserstoffen gewonnen und ist deshalb wie die herkömmlichen Energieträger mit der Freisetzung von Kohlendioxid verbunden.

BMW hat bereits eine Flotte von Testfahrzeugen in Betrieb, die Wasserstoff mit Hilfe von Brennstoffzellen in Energie umsetzen. 2005 soll das erste Serienmodell auf den Markt kommen.

Das "Hyforum 2000" mit 500 Teilnehmern aus aller Welt tagt noch bis zum 15. September.

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