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Wissenschaftler sehen sich ausgebremst

"Entfesselt seine geistigen Kräfte", hat Hubert Markl, langjähriger Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, jüngst verlangt. Er meinte das Potenzial der deutschen Forschung, die er von Bedenkenträgern und Bürokratie behindert sieht.

mno DÜSSELDORF. Und er fordert mehr Geld. Tatsächlich liegt Deutschland, was die Ausgaben für Forschung und Entwicklung betrifft, nur im vorderen Mittelfeld der Industriestaaten. 2,46 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2000, das ist weniger als Staaten wie Schweden, Japan, USA oder Schweiz ausgeben. Bei Patentanmeldungen sieht es besser aus.

Die Forschungspolitik gibt nur eine Antwort auf die Frage, wie der Staat Zukunftsindustrien richtig fördern kann. Denn es ist eine klassische Querschnittsaufgabe, mehr Innovationen herauszukitzeln. Egal ob Steuer-, Bildungs- oder Hochschulpolitik - letztlich müssen viele Rahmenbedingungen stimmen, damit Unternehmen hier forschen.

Viele Wissenschaftler fordern gleichzeitig möglichst viele Freiheiten und staatliche Unterstützung. Die jetzige Bundesregierung hat die staatlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den letzten vier Jahren um insgesamt 20 Prozent erhöht. Der Druck auf die Institute wurde zugleich verstärkt, indem mehr Forschungsgeld programmorientiert ausgegeben wird. Dadurch ist der Wettbewerb in die Förderlandschaft eingezogen.

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