Wissenschaftsbeirat empfielt Quarantäne von Weideflächen
BSE-Erreger auch in Böden und Weiden

dpa BONN. BSE-Erreger können nach einem "hinreichenden Verdacht" deutscher Wissenschaftler auch über Böden und Weiden übertragen werden. Falls sich dieser bereits "wissenschaftlich begründete Verdacht" bestätige, müssten bei BSE-Fällen ganze Flächen unter Quarantäne werden, erklärte der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats Bodenschutz der Bundesregierung, Professor Hans-Willi Thoenes, am Mittwoch in Bonn.

Als Vorsorgemaßnahme sei bei positiv BSE-getesten Rindern die jeweilige Weidefläche unter sofortige Quarantäne zu stellen, empfehle der Beirat. Auch die Entsorgung von Tiermehl müssen unter den neuen Erkenntnissen, die europaweit erstmals vorgelegt würden, geprüft werden.

Die BSE-Forschung habe sich bislang nur auf die Tiere, Fleisch und Tiermehl konzentriert, erläuterte Professor Dietrich Henschler von der Universität Würzburg. "Wir haben den Boden völlig vergessen."

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