Wissenschaftsrat kritisiert Vorschlag der Kultusministerkonferenz
Schlechtere Karrierechancen für FH-Absolventen

Fachhochschul-Absolventen mit Master-Abschluss sollen künftig nur dann in den höheren Staatsdienst eingestellt werden, wenn ihr Studiengang in einem gesonderten Prüfverfahren speziell für den öffentlichen Dienst anerkannt worden ist.

dpa/HB BERLIN. Die Master-Absolventen der Universitäten sollen dagegen auch ohne diese Anerkennung generell in die höheren Besoldungsstufen der Beamten (ab A 13) aufsteigen können. Dies sieht der Vorschlag einer Arbeitsgruppe der Innenminister- und Kultusministerkonferenz der Länder zur laufbahnrechtlichen Einordnung der neuen Bachelor- und Master- Studiengänge vor.

Der Wissenschaftsrat sieht darin einen deutlichen Rückschlag für das Ziel, die Fachhochschulen als gleichwertigen Hochschultyp für die Berufsausbildung auszubauen und gleichzeitig die Universitäten zu entlasten. In einem Brief an den Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Saarlands Regierungschef Peter Müller (CDU), formulierte der Wissenschaftsrats-Vorsitzende Karl Max Einhäupl jetzt diese Bedenken. Der angestrebte Entlastungseffekt werde nur dann erreicht, wenn die neuen Master-Studiengänge an Fachhochschulen einen ebenso attraktiven Abschluss-Status erhielten wie an Universitäten.

Eine Bevorzugung der Universitäten sei auch angesichts der "großen Qualitätsunterschiede innerhalb der universitären Studiengänge" nicht sachgerecht, schreibt Einhäupl weiter. Es gebe eine ganze Reihe von Fachhochschul-Fachbereichen, deren Forschungs- und Lehrleistungen trotz schlechterer Grundausstattung nicht nur qualitativ vergleichbar, sondern sogar noch besser als an Universitäten seien.

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