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Witti will Regierungen wegen BSE verklagen

Der Münchner Anwalt Michael Witti bereitet gemeinsam mit seinem US-amerikanischen Kollegen Ed Fagan eine Schadensersatzklage für von BSE betroffene Landwirte vor.

ddp MÜNCHEN. Die Klagen richten sich gegen sämtliche Regierungen in Europa, die nicht rechtzeitig auf BSE reagieren haben, wie Witti am Donnerstag in München sagte. Zunächst sollen Deutschland und Frankreich verklagt werden. Witti vertritt dabei "eine Handvoll" Landwirte aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Polen. Der Anwalt betonte, er wisse aber aus Gesprächen mit den Bauern, dass "die nächsten 50 Hände voll" ebenfalls an einer Klage interessiert seien.

Witti fügte hinzu, dass auch Futtermittelhersteller in den USA auf Schadensersatz verklagt werden sollen. Er rechne damit, dass es noch zwei Monate dauern werde, bis die Anklageschriften "hieb und stichfest" seien. Die Schadensersatzansprüche bewegen sich nach Angaben Wittis in Milliardenhöhe. Es sei ein "riesengroßer Schaden" bei den Landwirten entstanden. Fagan sagte, bei der BSE-Krise handele es sich um eine "tickende Zeitbombe". Welches Gericht zuständig sein werde, sei noch unklar.

Die Anwälte richten zudem ab Freitag eine Hotline für BSE-geschädigte Landwirte ein. Sie ist unter 0180 / 5010999 zu erreichen.

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