Witwe von Ex-Diktator Anhäufung von Schwarzgeld vorgeworfen
Philippinen: Haftbefehl gegen Imelda Marcos

Ein philippinisches Anti-Korruptionsgericht hat Haftbefehl gegen die Witwe von Ex-Diktator Ferdinand Marcos, Imelda, erlassen.

afp MANILA. Der 72-Jährigen werde die Einrichtung von Schwarzgeldkonten in der Schweiz und die Gründung von Scheinstiftungen während ihrer Zeit als Siedlungsministerin in den achtziger Jahren vorgeworfen, teilte das Gericht von Sandiganbayan in der Hauptstadt Manila mit. Mehr als 230 Mill. Dollar (495 Mill. Mark / 253 Mill. Euro) an illegal erworbenem Geld seien über die Stiftungen in der Schweiz angelegt worden. Nach Angaben des Gerichts wollte Marcos noch am Dienstag die geforderte Kaution in Höhe von 2310 Dollar hinterlegen, um der Inhaftierung zunächst zu entgehen.

Seit dem Sturz des Diktators 1986 bemühen sich die philippinischen Behörden den veruntreuten Geldern auf die Spur zu kommen, die Ferdinand Marcos während seiner 20jährigen Herrschaft ins Ausland transferiert hat. Marcos war 1986 in einem Volksaufstand gestürzt worden und zusammen mit seiner Familie nach Hawaii geflohen. Drei Jahre später starb er dort. Seine Witwe kehrte 1991 auf die Philippinen zurück.

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