Witwe: Wie soll ich weiterleben?
Klaus Löwitsch beigesetzt

Über 100 Trauergäste gaben dem beliebten TV-Star vor der Beisetzung das letzte Geleit. Löwitsch war vergangene Woche im Alter von 66 Jahren an Krebs gestorben.

HB/dpa MÜNCHEN. Gebirgsschützen führten den Trauerzug bei kaltem Winterwetter an. Als der Sarg in das Familiengrab gesenkt wurde, brachen Sonnenstrahlen durch den grauen Winterhimmel.

Die Witwe Helga Löwitsch ging am offenen Grab noch einmal auf den Berliner Prozess gegen ihren Mann ein, in dem Löwitsch im Juni 2001 wegen fahrlässigen Vollrausches zu einer Geldstrafe von 27 000 DM (13 800 Euro) verurteilt worden war. Sie sagte, er sei zwar an Krebs gestorben, doch der Gerichtsprozess habe ihn wirklich krank gemacht. "Sie wollten dir deinen Stolz, deine Ehre und Würde nehmen", sagte sie bitter. Doch dann dankte sie ihrem gestorbenen Mann für die vergangenen 40 Jahre und fügte hinzu: "Ich weiß nicht, wie ich ohne dich weiterleben soll."

Ein Freund von Löwitsch, der Schauspieler Dieter Laser, hatte zuvor eine sehr emotionale Totenrede gehalten. Löwitsch habe sich bei seinem Publikum ein "riesiges Vertrauen" erspielt. Für ihn selbst sei er "ein Gott" gewesen, ihn habe er geliebt. Löwitsch habe die Seele, das "wichtigste Werkzeug" eines Schauspielers, für sein Publikum eingesetzt. Musikalisch hatte Markus Stockhausen mit der Trompete die Feier begleitet.

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