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WLAN in Theorie und Praxis

Der WLAN-Standard erreicht bislang weniger als die Hälfte der versprochenen Übertragungsraten von 54MBit/s. Das ist aber immer noch erheblich schneller als eine DSL-Internetverbindung. Neue Techikentwicklungen ersparen nicht nur die Verkabelung der Geräte, sondern auch den Kauf zusätzlicher Hardware. Die Kompatibilität der Geräte ermöglicht zudem eine einfache Vernetzung in einem drahtlosen Netzwerk.

Der IEEE 802.11 a und g Standard soll eine Datenübertragungsrate von 54 MBit/s, der b-Standard eine von 11 MBit/s haben. In der Praxis wird aber bislang weniger als die Hälfte der Übertragungsrate erreicht. Außerdem ist die Geschwindigkeit abhängig von Entfernung und Hindernissen. Die Nutzung von Datenverschlüsselungen verlangsamen das Netzwerk weiter. Ein WLAN bietet sich für die Übermittlung von Standardanwendungen an. Bei der Übertragung großer Datenmengen, beispielsweise großer Bilder, Videos oder dem Sichern einer ganzen Festplatte über das Netzwerk verzögert sich der Datentransfer. Ein kabelgestütztes LAN ist da nach wie vor schneller als ein WLAN.

Die Vor- und Nachteile

Die drahtlose Vernetzung ermöglicht komfortable neue Arbeitsweisen von einem beliebigen Platz aus, sofern ein Access Point vorhanden ist. Die Access Points haben je nach Bauweise eine Reichweite von 30 bis 50 Metern, mehrere Access Points vergrößern das Netz. Ein WLAN lässt sich also über mehrere Räume hinweg nutzen. Es kann einfach und schnell installiert werden, ohne dass zusätzliche Software notwendig ist. Beispielsweise hat Intel auf der Cebit seinen neuen Centrino-Chip vorgestellt. Computer, die mit diesem Chip ausgestattet sind, brauchen keine zusätzliche WLAN-Karte, diese ist bereits in dem Chip miteingebaut.

Beim Neuanschluss von Computern reicht der Einbau einer Funknetzwerkkarte, der Kabelsalat unter dem Schreibtisch wird somit geringer. In Gebäuden, in denen eine Verlegung von Kabeln schwierig ist, bietet sich deshalb ein WLAN besonders an.

Ein weiterer Vorteil des WLAN im Vergleich zum klassischen LAN ist, dass Geräte verschiedener Hersteller auf Grund des festgelegten Wi-Fi Standards problemlos miteinander kommunizieren können. Kompatible Geräte sind deshalb mit dem Wi-Fi-Logo gekennzeichnet. Die Zahl angeschlossener Nutzer in einem WLAN kann dabei bis zu mehreren Tausend variieren.

Laut der WLAN-Association bestehen keine Gesundheitsrisiken bei der Nutzung des Netzes. Alle ausgesandten Radiowellen liegen unter den vorgegebenen Richtwerten. Die Nutzung eines WLANs wird auf Grund vielfältigen und jahrelangen Forschungen als sicher angesehen, so die WLAN-Association.

Aber ein WLAN bietet nicht nur Vorteile: Schon die Bausubstanz eines Hauses, in dem das Netz installiert werden soll, ist entscheidend für die Übertragungsqualität. Stahlbetonmauern können verhindern, dass Daten übertragen werden. Der größte Nachteil ist aber die Sicherheitsproblematik

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