WLAN-Netze mehr als fünf Mal so schnell wie UMTS
Mobilfunkkonzerne erhalten Konkurrenz durch Minisender

Netze aus extrem leistungsfähigen Minisendern könnten den Handy-Betreibern nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" das Geschäft mit dem künftigen UMTS-Mobilfunk vielleicht verderben.

dpa BERLIN. Wie die Zeitung in ihrer Samstagsausgabe berichtet, errichten derzeit mit Unterstützung des Bundesforschungsministeriums deutsche Universitäten drahtlose lokale Netzwerke (Wireless Local Area Network/WLAN).

Über das erste System dieser Art an der Universität Rostock könnten bald bis zu 1 500 Studierende drahtlos per tragbarem Computer auf das Uni-Rechenzentrum und das Internet zugreifen. Die Datenübertagungsgeschwindigkeit der WLAN-Netze sei mit elf Megabit pro Sekunde bereits jetzt fünfeinhalb Mal so schnell wie der künftige UMTS-Mobilfunk. Wie die "Berliner Zeitung" schreibt, könnte damit in Zukunft neben den Systemen der Mobilfunkunternehmen bald ein offenes, anarchisch wachsendes Netzwerk vieler kleiner Anbieter stehen.

In den USA versuchen bereits die ersten Netzanbieter, aus der Technik Kapital zu schlagen. So seien Firmen wie Wayport und Aerzone dabei, Flughäfen, Hotels und Einkaufszentren mit WLAN-Stationen zu vernetzen. "Unser trojanisches Pferdchen sind die Fluggesellschaften", erklärt der Münchner Aerzone-Repräsentant Jürgen Vollmer. Zwei US-Fluglinien wollten Abonnenten für WLAN-Netze und Büros von Aerzone auf Flughäfen anwerben. In Europa hat nach Vollmers Worten Aerzone den Service auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol eröffnet. Andere-so auch auf dem Flughafen Frankfurt/Main - sollten bald folgen.

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