WM-Fahrer wieder dabei
Hertha schlägt auch den Meister

Zehn Tage vor dem Duell zwischen Berlin und Dortmund zur Eröffnung der 40. Bundesliga-Saison wurde die Generalprobe im Ligapokal zum erhofften Appetithappen.

HB JENA. Die Erfolgsserie von Hertha BSC in der neuen Saison hält an. Nach dem FC Bayern München warf der Cup-Verteidiger aus Berlin im Halbfinale des Ligapokals am Dienstagabend in Jena auch den deutschen Meister Borussia Dortmund mit 2:1 (1:0) aus dem Rennen und trifft nun am Donnerstag in Bochum in einer Neuauflage des Vorjahres- Endspiels auf den FC Schalke 04. Der Brasilianer Alex Alves (25./67.) erzielte vor 11 900 Zuschauern im ausverkauften Ernst Abbe-Sportfeld die entscheidenden Tore für die Herthaner, denen mit dem Finaleinzug bereits 890 000 Euro Prämie sicher sind. Lars Ricken gelang mit einem verwandelten Foulelfmeter (71.) nur noch das Anschlusstor für den BVB.

Bei der Partie setzten die mit den Vizeweltmeistern Christoph Metzelder und Sebastian Kehl beginnenden Dortmunder die spielerischen Akzente, obwohl Regisseur Tomas Rosicky kaum zur Entfaltung kam. Bei den Berlinern - noch immer ohne Weltmeister Luizao - sorgten die Brasilianer Alves und Marcelinho mit ihrem schnellen Antritt immer wieder für Wirbel im Angriff. Das 1:0 durch Alves nach schönem Doppelpass zwischen Marcelinho und Bart Goor entsprach nicht dem Spielverlauf, denn eine Halbzeit lang stand vor allem das Tor von Hertha-Keeper Christian Fiedler im Blickpunkt. Doch der deutsche Meister wusste auch mit den besten Möglichkeiten nichts anzufangen. Die argentinische Neuverpflichtung Juan Ramon Fernandes (8.), der Brasilianer Ewerthon (16./41.) und Jan Koller (36.), der frei vor dem Tor eine Flanke von Kehl weit über die Latte jagte, vergaben die hochkarätigsten Chancen.

Nach Wiederbeginn gab BVB-Trainer Matthias Sammer auch den WM- Fahrern Torsten Frings und Ricken an Stelle von Metzelder und Kehl Spielpraxis. Roman Weidenfeller im Dortmunder Tor verbrachte auch weiterhin einen geruhsamen Abend, weil sich die Berliner mehr als eine Stunde lang im Abwehrnetz festliefen. Dann nutzte Alves die Verwirrung im BVB-Strafraum, nachdem sein Teamkollege Goor über den Ball getreten hatte, und traf zum 2:0 in den Winkel. Auf der Gegenseite schafften es Ewerthon (63.) und Rosicky (69.) nicht, Fiedler zu überwinden. Erst ein Foul von Torben Marx brachte die Borussen noch einmal heran. Ricken verwandelte den Strafstoß sicher.

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