WM-Fahrplan steht
DFB-Damen mit WM-Losen zufrieden

Die Chancen der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft auf ein erfolgreiches Abschneiden bei der Weltmeisterschaft vom 20. September bis 12. Oktober in den USA sind enorm gestiegen. "Es hätte schlimmer kommen können", sagte Cheftrainerin Tina Theune-Meyer nach der Auslosung der Vorrunde im Home Depot Center von Carson/Los Angeles am Donnerstag (Ortszeit), die der DFB-Elf in der Gruppe C Kanada, Japan und Argentinien als Gegner bescherte.

HB/dpa DÜSSELDORF/LOS ANGELES. "Es ist ein gutes Los", zeigt sich Theune-Meyer zufrieden. "Kanada ist sicher die stärkste Mannschaft, Argentinien die große Unbekannte. An Japan haben wir schlechte Erinnerungen von Olympia in Atlanta. Damals haben wir nur 1:1 gespielt und sind in der Vorrunde ausgeschieden. Wir dürfen niemanden unterschätzen, aber alle sind zu schlagen."

Die WM-Auftaktpartie bestreitet der fünfmalige Europameister und Weltranglisten-Dritte Deutschland am 21. September (0.45 Uhr MESZ) in Columbus/Ohio gegen die Kanadierinnen. Es folgen die Spiele am 25. September (0.45) ebenfalls im Columbus Crew-Stadion gegen Japan und zum Vorrunden-Abschluss am 27. September (21.30) in Washington DC gegen Argentinien. "Wir wollen Erste in unserer Gruppe werden", meinte Theune-Meyer, "dann wird der weitere Weg leichter."

Sollte die deutsche Elf sich als Gruppensieger fürs Viertelfinale qualifizieren, würde sie am 3. Oktober (4.30) in Portland/Oregon auf den Zweiten der Gruppe D treffen und damit wohl den Chinesinnen aus dem Weg gehen, die in ihrer Gruppe Favorit sind. Die Halbfinals finden am 6. Oktober (4.30/7.30) ebenfalls in Portland statt, was den Reisestress erleichtert. Das Finale der WM-Endrunde mit 16 Teams steigt am 12. Oktober (22.00) in Carson.

Zufrieden war auch Nationalspielerin Sandra Minnert, die in der US-Profiliga WUSA für Washington Freedom spielt. "Die anderen Gruppen sind viel stärker besetzt. Das Halbfinale ist ein realistisches Ziel. Ich freue mich riesig auf die WM", sagte die Ex-Frankfurterin. US- Star Mia Hamm dagegen klagte. Sie muss sich mit ihrem Team gegen Vize-Europameister Schweden, Nigeria und Asienmeister Nordkorea durchsetzen: "Das wird verdammt hart. Schwerer ging es nicht. Aber wir wollen natürlich im eigenen Land unseren Titel verteidigen."

Die DFB-Delegation traf bei der Auslosung einen Überraschungsgast. Reiner Calmund, der zurzeit mit seiner Freundin in Kalifornien Urlaub macht, gab zu, "nicht so ein Frauenfachmann" zu sein. "Aber die Reaktion zeigt mit, dass man sehr zufrieden ist. Ich glaube, dass für unsere Elf mindestens das Halbfinale drin ist", sagte der Manager von Bayer Leverkusen, der in Los Angeles die Geschäftsbeziehungen zur Anschütz-Gruppe pflegt, der das Home Depot Center gehört.

Für das DFB-Team beginnt nun die heiße Phase der WM-Vorbereitung. Die Elf bestreitet bis zum WM-Abflug (voraussichtlich am 15. September) noch vier Länderspiele. Am 6. August ist in Trier Nigeria der Gegner. Es folgen zwei EM-Qualifikationsspiele in Kiew gegen die Ukraine (9. August) und in Passau (28.8.) gegen Tschechien. Der letzte Test findet am 11. September in Darmstadt gegen England statt. Bereits am 1. September will Theune-Meyer ihren 20er-WM-Kader nominieren: "Dann wissen alle, woran sie sind."

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